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Erstellt am: 12.12.2008
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2003 - Killerwels Kuno Teil 2

Killerwels Kuno taucht auf

24. Juli 2003 Killerwels Kuno fraß sich vor knapp zwei Jahren seinen Weg in die Medien. Als riesiges, allerdings unsichtbares dackelfressendes Ungeheuer trieb er dort während der nachrichtenarmen Zeit sein Unwesen. Bürgerbewegungen wollten ihn retten, Angler ihm an den Kragen und mancher zweifelte an seiner Existenz. Und kaum ist das diesjährige Sommerloch in der Ferienzeit da, taucht Kuno wieder auf - allerdings Bauch zuoberst.

Mitarbeiter des Mönchengladbacher Grünflächenamtes fischten nun tatsächlich einen Wels aus dem Teich. Und einen größeren als damals vermutet wurde. Mit 1,5 Metern Länge und 35 Kilo Gewicht trieb ein veritabler Fisch auf dem Volksgarten-Weiher im Stadtteil Rheydt. Angler hatten Kuno 2001 auf 30 Kilogramm geschätzt. Das ist für einen Wels, die größte einheimische Süßwasserfischsorte, eine mittlere Größe. Denn sie können drei Meter lang und 250 Kilo schwer werden.

Ausgestellt im Schloß Rheydt

Schon aus Pietätsgründen - die Menge der Menschen, die Kuno kennt, geht schließlich weit über die Grenzen Mönchengladbachs hinaus und selbst in den Vereinigten Staaten berichteten Zeitungen über den „Killerwels“ - soll Kuno nun ausgestopft und der Nachwelt erhalten werden. Kuno soll im Museum Schloß Rheydt ausgestellt werden.

Ob es sich bei dem gefundenen Fisch nun tatsächlich um den Fisch handelt, der angeblich - der Ex-Besitzer meldete sich nie - ein ganzes Dackelwelpen verschlungen haben soll, ist natürlich nicht gewiß. Welse fressen zwar Fische, Frösche, Krebse, Enten und auch Ratten, aber von Dackeln wurde bislang nur in Mönchengladbach und auch dort nicht belegbar berichtet. Und vielleicht lebt im Rheydter Volksgarten-Weiher mehr als ein Wels, und solange keiner mit dem Halsband des Welpen zwischen den Zähnen gefunden wird, konnte Kuno bislang mit dem Ungeheuer vom Loch Ness mithalten - immer eine Schlagzeile fürs Sommerloch wert.

Quelle: www.faz.de

Und das sagte der www.spiegel.de:

Hamburg - "Kuno ist tot", teilte die Stadtverwaltung Mönchengladbach am Donnerstag mit. Im Volksgarten-Weiher hätten Mitarbeiter des Grünflächenamtes einen 1,50 Meter langen und 35 Kilo schweren Wels geborgen, der tot an der Wasseroberfläche trieb. Doch war das wirklich Kuno? Der Killer, der im Herbst 2001 einen Dackelwelpen in die Tiefe gezogen und verspeist haben soll - und der es so bis in US-amerikanische Zeitungen schaffte.

"Der Kuno, den wir kennen, das war er nicht", ist sich Leon Cornelius sicher. Der örtliche Gastwirt und Mitglied der Rockgruppe "Kunos Freunde" sagt, er habe schon viele Welse in dem Weiher gesehen, einer sei sogar rund 1,80 Meter lang gewesen.

Jahrelang waren Angler auf der Suche nach Kuno, doch der blieb im Untergrund. Auch Kameras und Fernsehscheinwerfer fanden keine Spur von dem Monster aus dem Weiher. War der Wels am Ende nur eine Legende? Uwe Heil, ein anderes Mitglied von "Kunos Freunde", beschreibt das so: "Der Kuno war für uns am Rhein, was Loch Ness für die Schotten ist." Dass in dem Weiher Riesenwelse existieren, wurde durch das unspektakuläre Auftauchen des Tiers zumindest bewiesen.

Nach den Plänen der Stadt soll der Fisch ausgestopft und in das Museum Schloss Rheydt gebracht werden. Dann kann der echte Kuno noch lange baden, wenn er nicht gestorben ist.

Bericht Nr. 1: 2001 - Killerwels Kuno - Teil 1

Bericht Nr. 3: 2008 - Killerwels Kuno kehrt zurück - Teil 3

Ort:

Mönchengladbach

Land:

Deutschland

Gewässertyp:

See

Angelgewässer:

Sonstiges Gewässer:

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