Elbe - Unterelbe
Unterelbe
„Unterelbe“ bezeichnet im weiteren Sinne den gezeitenabhängigen Abschnitt des Flusses (heutzutage ab dem Sperrwerk in Geesthacht), im engeren Sinne den Mündungstrichter (Ästuar), typisch für alle Flussmündungen mit Gezeiten. Derzeit ist der Tidenhub in Hamburg mit etwa 3,60 m höher als auf der offenen Nordsee. Obwohl das Wasser bei jeder Flut flussaufwärts fließt, enthält die Unterelbe überwiegend Süßwasser. Im Tidenstau am Übergang von Mittel- und Unterelbe hat sich ein Binnendelta gebildet, von dem nur noch Norder- und Süderelbe geblieben sind, nachdem der obere Teil mit den Armen Dove Elbe und Gose Elbe schon im Mittelalter als Vierlande eingedeicht wurden und im 19. und 20. Jahrhundert Flussarme zwischen Norder- und Süderelbe Hafenerweiterungen zum Opfer gefallen sind. Das Ästuar ist von Blankenese bis Brunsbüttel zwischen 1 und 2,5 km breit und weitet sich dann zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven auf zuletzt etwa 15 km auf. Von den einst zahlreichen Inseln der Unterelbe liegen einige noch heute im Strom, andere sind durch Eindeichung zu Teilen der Ufer geworden.
Elbe
Die Elbe galt einmal als einer der fischreichsten Flüsse Europas. Noch um 1900 lagen die Erträge der Elbfischer mit rund 100 Kilogramm pro Hektar doppelt so hoch wie in Seen. Dazu zählten Standfische ebenso wie Wanderfische, die zwischen dem Flusssystem und dem offenen Meer hin und herwechselten. Zu den spektakulärsten Wanderfischarten gehörte der Stör, von dem manchmal über drei Meter lange Exemplare gefangen wurden. Bereits im 19. Jahrhundert gingen die Bestände dann zurück – verursacht durch erste Ausbaumaßnahmen im Fluss, Uferbefestigungen und Beseitigung von Kiesbänken. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen industrielle Abwässer hinzu, die den Sauerstoffgehalt des Flusswassers reduzierten und dieses vergifteten. 1921 wurde bei Wootz in Brandenburg wohl der letzte kapitale Elb-Stör gefangen. Spätestens mit dem Bau der Staustufe Geesthacht im Jahr 1960 war Schluss mit der freien Wandermöglichkeit zwischen Fluss und Nordsee; daran konnten auch viel später am Rand eingebaute „Fischtreppen“ nur sehr bedingt etwas ändern. Außerdem hatte die extreme Wasserverschmutzung im 20. Jahrhundert ein Übriges zum Aussterben vieler Fischarten beigetragen.
Seit der deutlichen Verbesserung der Wasserqualität um 1990 erholen sich einige Fischbestände. An der mittleren Elbe werden inzwischen wieder etwa 45 Arten gezählt, an der Unterelbe sogar mehr als 90. Neben bekannten Namen wie Aal, Hecht, Karpfen und Zander gibt es unter anderem auch Döbel, Hasel, Schleie, Blei, Quappe, Flussbarsch, Barben, Aland, Gründling, Ukelei, Stint, Meerforelle, Zährte, Zope und den seltenen Nordseeschnäpel. Allerdings muss beim Verzehr auf absehbare Zeit noch mit erhöhten Schwermetall- und anderen Schadstoffbelastungen vor allem älterer und fettreicher Fische gerechnet werden. Besonders positiv im Vergleich zu Flüssen wie dem Rhein oder der Mosel ist das fast völlige Fehlen von Staustufen (Ausnahme: Geesthacht) im deutschen Abschnitt.
Auch der Atlantische Lachs ist ein Wanderfisch, der ehemals in der Elbe überaus häufig war („Arme-Leute-Essen“) und dann durch die Gewässerverschmutzung und Verbauung völlig verdrängt wurde. 1925 kam die bis dahin sehr einträgliche Lachsfischerei zum Erliegen. Nach der Überwindung der deutschen Teilung begann man in Sachsen mit Wiedereinbürgerungsversuchen von Lachsen aus Skandinavien und Irland. Erste bescheidene Erfolge sind sichtbar, aber noch nicht nachhaltig. Als ein Erfolg kann gesehen werden, dass im August 2006 an der deutsch-tschechischen Grenze ein 1,04 m großer Lachs gefangen worden ist.
Die stetigen Vertiefungsmaßnahmen im Unterlauf (Ausbaggern der Fahrrinne nach Hamburg) und andere Ausbaumaßnahmen führten allerdings gerade in den letzten Jahren zeitweise wieder zu kritischem Sauerstoffmangel im Wasser, so dass viele Fische erstickten. Dazu tragen auch extrem hohe sowie extrem niedrige Wasserstandssituationen bei – im ersteren Fall werden dann beispielsweise viele Nährstoffe aus überschwemmten Ackerflächen in den Fluss eingetragen, die zu Algenblüten und anschließender Sauerstoffzehrung führen.
Quelle: Wikipedia
Gewässertyp:
Fluss
Land:
Deutschland
Ort in der Nähe:
Hamburg
PLZ in der Nähe:
22763
Länge in km:
100,00
Maximal Tiefe (m):
25,00
Durchschnittliche Tiefe (m):
10,00
Anzahl Angelruten erlaubt:
2,00
Boot erlaubt:
Ja
Elektromotor erlaubt :
Ja
Benzinmotor erlaubt :
Ja
Nachtangeln erlaubt:
Ja
Echolot erlaubt:
Ja
Hauptfischarten:
Aal, Barbe, Barsch, Brassen, Döbel, Graskarpfen, Hecht, Karausche, Lederkarpfen, Marmorkarpfen, Meerforelle, Quappe, Rapfen, Rotauge, Rotbarsch, Rotfeder, Schleie, Schuppenkarpfen, Silberkarpfen, Spiegelkarpfen, Stör, Wels, Wildkarpfen, Zander, Sonstige
Bezeichnung Webcam 1:
Hamburger Hafen
Bezeichnung Webcam 2:
Blickrichtung ist flussaufwärts in Richtung Hamburg.
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- Stint Wann isser da ?, Schwedenfan3D, Eingestellt am 05.03.2012
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