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Dieses betrifft alle Sportfischer, die in der Weser angeln

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pinkill

Mitglied seit: 07.05.2009

Land/PLZ:: Deutschland/

Postings: 1

Donnerstag, 07. Mai 2009 23:38:55

Dieses betrifft alle Sportfischer, die in der Weser angeln

Wir Angler müssen uns unsere Vereinsgewässer mit den Berufsfischern teilen. Wir geben ca. 20 % unserer Beiträge für den Besatz aus. Der Berufsfischer vielleicht 1 %. Er braucht sich nicht an die Schonzeiten und Schonmaße der Angelvereine halten. Er fängt alles heraus und verkauft es für Besatzmaßnahmen an Angelvereine. Der Berufsfischer ist der größte Fischräuber aller Zeiten. Wenn alle Angelvereine und die Kraftwerksbetreiber ihre Gelder für Besatzmaßnahmen, für die Gewässer, die wir mit den Berufsfischern teilen, für Jahre festlegen, würden die Berufsfischer in einigen Jahren die Gewässer leergefischt haben.

Die Weser ist mit 7 (8 %) Aalschockern, die alle unmittelbar unterhalb der einzelnen Kraftwerke aufgestellt sind, zugenagelt. 2 Aalschocker hintereinander versetzt, machen die Weser dicht. Wenn das nicht reicht, wird noch ein Stellnetz mitten in dem Fluss aufgestellt. Da die Schocker das ganze Jahr über, bis auf einige Wochen, Fangbereit gestellt sind, werden ca. 80 % der Blankaale gefangen (ca. 10 % tötet oder verletzt die Schifffahrt, ca. 5 % der Kormoran, ca. 2-3 % die Turbinenanlage der Kraftwerke. Die restlichen Blankaale erreichen die Nordsee. Die Weserkraftwerke sind mit Kaplanfallstromturbinen ausgestattet, 4 Schaufelblätter sind waagerecht angeordnet und drehen sich 60 mal in der Minute. Wenn sie aufgestellt sind, falle ich durch (90 kg) ohne mich zu verletzen. Wenn die Schaufelstellung flacher wird kommt es zu Verletzungen der Aale (Fische)). Es sind nicht nur 5 bis 6 to Blankaal, die in jedem Schocker gefangen werden, sondern ein vieles mehr. Es sind ja nicht nur die Aale in den Netzen, sondern auch zeitweise Weißfisch und die vielen kleinen Fische, die durch den Wasserdruck und die größeren F. getötet oder schwer verletzt werden. 50 % (teilweise bis zu 100 % der auf- und absteigenden Meerforellen und Lachse aller Größen werden entnommen oder beenden ihr Leben in den Schockern und Reusen. Der Sportfischer fängt kaum einen Blankaal und somit ist er für den Rückgang des Aales andeutend. Weil wir aber keine Lobby haben und unsere Vertreter in unseren Verbänden sich für uns Sportfischer nicht einsetzen, werden wir verantwortlich gemacht. Das, was ich hier schreibe, wird einen Sturm der Entrüstung entfachen. Aber beweist mir das Gegenteil! Vielleicht schreibe ich zu einem späteren Zeitpunkt mehr. Gruß Volker

P.S.: Bitte gebt dies an alle Sportfischer weiter! Wehrt euch!


Für den Bestand, den Schutz und der Erhaltung unserer Gewässer.

C&R

153.96 153.96 153.96 153.96

Mitglied seit: 24.06.2007

Land/PLZ:: Deutschland/82XXX

Postings: 495

Dienstag, 09. Juni 2009 14:42:19

Re: Dieses betrifft alle Sportfischer, die in der Weser angeln

Hi Volker,

habe Deinen Bericht mit Interesse gelesen. Wie viel der von den Berufsfischern gefangenen Aale geht denn als Besatzfische an die Vereine ? Dann bleibt ja wenigstens der Bestand erhalten ...

Was mich wundert, ist, dass es zu dem Thema keine wissenschaftlichen Untersuchungen gibt. Am Rhein wurde doch für mehrere Millionen eine Fischtreppe um die großen Kraftwerke gebaut, um vor allem dem Lachs wieder das Aufsteigen zu ermöglichen.

Wenn die Lage so dramatisch ist, wie von Dir beschrieben, müßte doch jemand aktiv werden - ich verstehe das nicht?! Wie sollen wir uns wehren?!

Grüße

C&R

_____________________________________

JÄGER - ANGLER - FLIEGENFISCHER

hecht131244

Mitglied seit: 14.02.2010

Land/PLZ:: Deutschland/65XXX

Postings: 2

Sonntag, 14. Februar 2010 11:41:47

Re: Dieses betrifft alle Sportfischer, die in der Weser angeln

Es ist noch viel, viel dramatischer wie hier beschrieben wird!
Der Aal wird verloren gehen! Ladet Euch mal die Schrift: Nr 69 "Bestandsentwicklung des Aals im Hochrhein" 100 Seiten - als PDF vom Schwezier Umweltbundesamt (früher BUWAL heute BAFU) herunter! Hier ist wiss. belegt und umfassend untersucht und beschrieben worden, was allein die 13 Wasserkraftwerke zwischen Bodensee und Basel an den Blankaalen anrichten: 93% der abwandernden Aale werden in den 13 Wasserkraftanlagen getötet! Das ist in der Weser nicht anders! Wir haben aus Hessen gegen das Greenpeace - Weserkraftwerk- nein Fischhäckselmaschine- in Hemelingen gekämpft und der Senat des bankrotten Bremen hat die Anlage ohne ausreichenden Fischschutz (gegen das Eindringen von Fischen insbesondere Aalen in die Turbinen) genehmigt. Es sollte zum großen Teil aus Bürgerbeteiligung finanziert werden - aber die Bürger waren schlauer - deswegen hat Greenpeace sich andere Verbündete gesucht! Greenpeace (hochtrabend: Planet Energy) hat den Bau durchgesetzt und ist demnächst für den Tod von jährlich abertausenden abwandernden Fischen verantwortlich! Es kommt sicher kaum ein Aal an dem Kraftwerk vorbei! Daran ist Greenpeace schuld! Daher: kein Geld an Greenpeace - denn nur darum geht es denen! Posaunt dies in alle Welt hinaus und bekämpft diese dubiose Organisation!

WIKL

hecht131244

Mitglied seit: 14.02.2010

Land/PLZ:: Deutschland/65XXX

Postings: 2

Sonntag, 14. Februar 2010 11:53:40

Re: Dieses betrifft alle Sportfischer, die in der Weser angeln

Hier noch die Internet Adresse des BAFU bzw. Link zur Schrift; Nr. 69 "Bestandsentwicklung des Aals im Hochrhein": kostenlos - PDF - 100 Seiten
Hochinteressante wiss. Untersuchung, die die wahren Schrecken über fischereiliche Schäden in den Ökostrom produzierenden Wasserkraftanlagen aufzeigt!
Hier habt Ihr die richtigen und wissenschaftlich belegten Argumente gegen die tierfeindlichen und tierschutzwidrigen Wasserkraftanlagen vorzugehen!
Macht es auch!

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WiKL

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