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Angeln auf Flusskarpfen

Wir wollen an einen Fluss auf Karpfen angeln und entscheiden uns für eine Stelle die am Ufer recht frei von Bäumen und Sträuchern ist, zumindest so weit das man gut über Kopf werfen kann, die Stelle sollte mehrere Meter recht flach flach sein, dann leicht aber stetig tiefer werden, bis zu einer Kante an der es bis zur Fahrrinnen hin abfällt. Gut eine Woche vorher haben wir schon angefangen, täglich vor zu füttern, dazu ist es gut wenn man sich abwechseln kann, der eine Früh, der andere Abends, dabei werden täglich 2x 5kg gekochter Mais, der gut aufgequollen ist und jeweils 2x 2.5kg Boilies eingebracht, die Futterbolies sind natürlich selbst gemacht, denn die kosten dann nur etwa 1/10 von gekauften Bolies, der Mais ist Bruchmais, der auch wesentlich günstiger ist. Wir haben unsere Stelle zum Angeln so gewählt das sie günstiger Weise in einer Flussbiegung liegt und zwar auf der Innenseite, so bleibt das eingebrachte Futter länger liegen und es kann auch effektiv großflächlig angefüttert werden. Wenn man sich den Streckenverlauf des Flusses anschaut, sollte hier in „Schlagweite“ 2 Staustufen liegen, eine oberhalb, die andere unterhalb und idealer weise sind mehrere Gewässer mit Zulauf zum Fluss hin vorhanden, denn Karpfenschwärme ziehen in diesen Bereichen hin und her, wobei sie von ihren Leitfisch angeführt werden und gewöhnen sich recht schnell an die Futterzugabe.

Endlich ist der Tag X angebrochen und wir haben ganze 4 Tage Zeit zu fischen.

Wir nehmen jeder 2 Carprods mit die jeweils 12 f lang sind und eine Testkurve von 3Ibs haben, die Rollen haben alle eine konische Spule und fassen mindestens 350 Meter 35er Monofile Schnur.

Zwei Liegen und ein Zweimann Zelt, sowie 4 x 10 Kg Boilies sind auch dabei. Die Rodbods lassen sich vertikal aufstellen und Swinghanger, sowie Elektronische Bissanzeiger sind auch dabei, natürlich darf ein ordentlicher Karpfenkescher und genügend Verpflegung auch nicht fehlen.

An Zwei von unseren Ruten montieren wir 120 Gramm schwere Seitenbleie, an den anderen Zwei Bleie mit Krallen oder große Futterkörpe mit Krallen, die auch auf locker 100 Gramm Gewicht kommen sollten. Wichtig ist das jede Rute genügend Schlagschnur hat und das die Vorfächer sehr abriebfest sind. Die Haken sind idealerweise aus Titan und entsprechen der Größe 4 bis 6. Die Boilies werden am Haar angebracht. Die Ruten mit den Krallenbleien bzw. Futterkörpen werden flussaufwärts in der Strömungsrinne ausgeworfen, die beiden anderen flussabwärts.

Alle paar Stunden werden etwa 1kg Boilies ins Wasser eingebracht.

Wer bereit ist, sich solchen Anstrengungen zu unterziehen, wird auch mit schönen Karpfen belohnt und nicht immer, aber so manches mal sind dann auch 40+Pfund Karpfen dabei und das macht doch spass und ist es allemal wert, mal so angeln zu gehen.

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