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Was ist eigentlich Sbirolinofischen???

Das von Italienern entwickelte Sbirolino oder Bombarde-Fischen ist dabei, auch das Forellenfischen an unseren Seen zu revolutionieren.

Feinste Küche – feinste Angelmethoden: Kompliment an die Italiener für die Erfindung des Sbirolino-Fischens. Forellen, Zander, Hechte und Barsche fahren wild darauf ab. Der Vorteil dieser Methode auf einen Nenner gebracht: Den Fisch auf weiteste Distanzen und in allen Tiefen suchen, reizen, verführen, fangen. Mit einer revolutionären, eigenständigen und überaus fängigen Methode, die von allen herkömmlichen Methoden etwas übernommen hat und doch ganz anders funktioniert als Grund-, Stipp, Spinn- und Flugangeln. Sbirolinos (eiförmige Kunststoffkörper mit Schnurdurchlaufröhrchen) sind für die Fischerei auf mittlere und große Distanzen entwickelt worden, denn gerade im Frühjahr stehen die Forellen gerne weit draußen im Oberflächenbereich des Sees. Auch in den warmen Sommermonaten, wo die immer hungrigen Forellen das warme Oberflächenwasser meiden und bevorzugt die tiefen Stellen des Sees aufsuchen, ist die Sbirolino-Methode eine „tödliche Waffe“. Mit schwereren, halbsinkenden Sbirolinos kommen Sie auf die nötige Weite und Tiefe und fischen so bedeutend erfolgreicher als mit herkömmlichen Methoden (Wasserkugel, einfache Posenmontage, Grundangel, Spinner). Im Herbst, wo die Forellen die letzten warmen Sonnenstrahlen nutzen und sich eher im oberen Drittel des Wassers aufhalten, werden schwimmende Sbirolinos oder Schlepp- Modelle, wie z. B. der Rugby, eingesetzt, der dann seinen Vorteil hat, wenn die Forellen nicht mehr ganz so aktiv sind.

Den Winter über orientieren sich die Forellen wieder in Richtung Gewässergrund, so daß hier wieder halbsinkende Sbirolinos oder der Saltarello (olivenförmiges Blei mit Schnurführungsröhrchen aus Kunststoff) zum Einsatz kommen. Gefischt wird knapp über Grund, das Vorfach wird dabei entsprechend kurz gewählt (0,60 m - 1 m). Ein weiterer wichtiger Vorteil beim Schleppfischen ist, daß Sie eine Vielzahl an Ködervarianten einsetzen können und selbst kleine Twister, eine Fliege oder einen Streamer verwenden können, ohne in der Wurfweite eingeschränkt zu sein.

Sbirolino

Die von BALZER entwickelten und für den Fisch kaum sichtbaren Sbirolinos mit ihrem spezifischen Gewicht, was dazu führt, daß sie unter Wasser fast schweben, sind besser geeignet als herkömmliche bunte Hartschaum- oder Balsaholzmodelle mit Bleigewicht. Sie besitzen einen geringeren Durchmesser, was eine geringere Wasserverdrängung bewirkt und die Fische weniger mißtrauisch macht.

Beachte: Schwimmende für oberflächenaktive Fische und halbsinkende für tiefere Regionen.

Die Grammangaben auf den Sbirolinos sind folgendermaßen zu verstehen: Die erste Zahl gibt das Wurfgewicht des Sbirolinos an, die zweite Zahl das Gewicht unter Wasser (ca. 1/5 des Wurfgewichtes). Die Montage eines Sbirolinos ähnelt der eines Anti-Tangle-Bleis zum Karpfenfischen. Mit dem Gewicht nach unten wird der Sbirolino aufgezogen (wichtig: Bei nasser Schnur ist ein Einfädler unbedingt notwendig). Dann folgt eine Stopperperle, die den Knoten schützt und anschließend der Dreifachwirbel mit Karabiner zum Einhängen des Vorfaches. Der Dreifachwirbel muß aufgrund der weiten Würfe, des permanenten Einholens und der Rotation des Köders unbedingt eingesetzt werden, um Schnurverdrallungen zu vermeiden.

Montagevorschlag:

Vorfachlänge: 0,60 m - 1,50 m
Haken: Platin/Camtec
Speci-Forellenhaken in den Größen 4 bis 10, abhängig vom verwendeten Köder.
Wirbel: Größe 10,12, 14 od. 16

Haken:
Die Haken sollten einen längeren Schenkel haben, damit der Köder gut sitzt, sowie einen größeren Abstand zwischen Hakenspitze und Schenkel. Zusätzlich hilft der am Hakenschenkel befindliche Widerhaken für zusätzlichen Halt des Köders.

Quelle: mit freundlicher Genehmigung von BALZER Angelsport

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