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Berichte
Feederfischen - Was ist das? So geht`s...
xxl-angeln.de
Dienstag, 03. Juni 2008
Allgemeines
Die Bezeichnung „Feeder“ kommt aus England und bedeutet, dass mit einem Futterkorb geangelt wird.
Es ist wohl eine der erfolgreichsten Angelmethoden auf alle Friedfischarten, mit einigen Ausnahmen (Ukelei, Schneider usw.), aber auch unsere Raubfischangler können hervorragend auf Zander und Hecht sowie Aal fischen.
Selbst Anfänger sind bei dieser Angelart erfolgreich, denn egal wohin sie werfen, Futter und Köder liegen immer in unmittelbarer Nähe zu einander.
Vorteile
Bei dieser Methode bringe ich ohne Schwierigkeiten Futter und Hakenköder an den gewünschten Angelplatz.
Am Grund wird der Köder nicht wie beim Posenangeln durch Strömung oder Wind vom Futterplatz abgetrieben, wodurch der Fisch den Köder sorgloser aufnimmt.
Die Bissanzeige erfolgt an der Rutenspitze und ist äußerst sensibel.
Muss der Fisch beim Posenangeln erst Blei und Pose in Bewegung setzen, damit ich den Biss erkenne, erfolgt hierbei die Bissanzeige ohne Gewichtsbewegung direkt an der Rutenspitze.
Sie ist für den Angler sehr gut erkennbar, Wind, Wellen und schlechte Sicht spielen keine negative Rolle mehr.
Die „Großen“ stehen oftmals weit draußen im Fluss, Kanal oder See.
Um dort zu fischen, sind andere Methoden wie z.B. das Posenangeln nicht mehr so erfolgreich anzuwenden, da auch bei weitem nicht die Wurfweiten wie beim Feederfischen erreicht werden. Am Angelplatz angekommen montiere ich mein Gerät zunächst noch ohne Vorfach und Haken, hänge einen Futterkorb ein und mache etliche Probewürfe. Dabei stellt man fest, wo der Grund tiefer wird, wo eine Kante vorhanden ist und auch, ob das Körbchen schwer genug gewählt ist, damit es nicht abtreibt. Immer nach dem Motto: „So leicht wie möglich und so schwer wie nötig“.
Habe ich mich für eine bestimmte Stelle entschieden, werfe ich das Körbchen nochmals dort hin und lege die Schnur hinter den Clip an der Rolle (Schnurclip an der Spule). So habe ich bei jedem Wurf die gleiche Entfernung. Nun wird das Vorfach mit Haken montiert.
Die Vorfachlängen beim Feederfischen betragen von 20-180cm. Mit einer mittleren Länge fangen wir an, bei schlechter Bissausbeute wird verlängert. Nun wird das Futterkörbchen gefüllt und von beiden Seiten mit Daumen und Zeigefinger festgedrückt. Köder an den Haken und schon kann es losgehen.
Um genau meinen gewünschten Angelplatz zu erreichen, habe ich mir am anderen Ufer einen Fixpunkt gesucht und mit einem Überkopfwurf saust die Montage los.
Ist das Körbchen auf dem Weg (Flug) zum Angelplatz, richte ich die Rute steil nach oben und halte sie ganz locker in der Hand, so kann ich den Ruck ganz leicht abfedern, wenn die Schnur durch den Clip blockiert wird.
Die Entfernung ist festgelegt, die Richtung stimmt, so können Sie ständig am gleichen Platz exakt fischen. So genau mit der Hand oder dem Katapult zu füttern ist unmöglich. Sobald der Futterkorb den Grund erreicht hat spule ich die lose Schnur auf, lege die Rute in eine flache Ablage und straffe die Schnur so weit, bis sich die Spitze leicht biegt. Bei stehenden oder langsam fließenden Gewässern wird die Rute mit der Spitze leicht nach unten abgelegt, damit der Wind nicht in die Schnur bläst. Bei starker Strömung wird die Rute schräg aufwärts gestellt, so nehme ich einen Teil der Schnur aus dem Wasser und erreiche einen geringeren Staudruck auf die Schnur.
Nun heißt es Spitze beobachten, Bisse kündigen sich durch leichtes Zittern an, bewegt sich die Spitze weiter, erfolgt sofort der Anschlag. Dieser sollte aber nur ein gleichmäßiges Durchziehen sein, bis man Widerstand merkt.
Der Fisch ist gehakt. Man sollte aber auf jeden Fall alle 3-4 Minuten das Futterkörbchen einholen und neu füllen.
Geräte
Feederfischen ist eine sehr aktive Angelmethode.
Durch die zum Teil sehr hohen Wurfgewichte, je nach Strömung und Wassertiefe bis ca. 180gr. plus Futter, werden Ruten und Rollen hoher Belastung ausgesetzt.
Darum sollten nur Qualitätsruten und -rollen zum Einsatz kommen.
Die Besonderheit von Feederruten liegt darin, dass sie einerseits ein kräftiges Rückrat haben müssen, im Spitzenbereich aber so sensibel sein müssen, dass sie jeden Zupfer anzeigen.
Die Länge der Ruten liegt bei ca. 3,50 - 4,20m.
Um große Distanzen zu werfen, sind Ruten von mind. 4m erforderlich, denn nur dann habe ich genug Hebelwirkung, um mit entsprechendem Wurfgewicht (Futterkorb) weit zu werfen. So haben wir in unserem Rutenprogramm erstklassige Feederruten wie die Edition IM 12 Feederruten von Lutz Hülße in Längen bis 4,50m und Wurfgewichten bis max. 250gr., was bei entsprechender Strömung und Wassertiefe nicht utopisch ist.
Da die Rutenspitze die Bissanzeige übernimmt, sollten Feederruten mit mind. 3 Wechselspitzen ausgestattet sein. So kann ich auf alle Gegebenheiten optimal das Gerät einstellen.
Für die steifen Spitzen sollte Carbon Pflicht sein, weiche Spitzen bestehen aus Vollglas.
Alle Spitzen sind am Ende farblich markiert, damit der Biss besser zu erkennen ist. Bei Balzer Ruten erkennt man auch an der Farbe die Härte der jeweiligen Spitze.
Der Beringung gilt besondere Beachtung. Sie wird besonders stark beansprucht, daher verwenden wir für die Beringung nur hochwertiges Material wie Diamant-,Titan- oder SIC-Ringe.
Diesem Material kann auch eine geflochtene Schnur bei Dauerbelastung nichts anhaben.
Die Rollen die beim Feederfischen in Frage kommen, sollten nicht zu klein gewählt werden. Für Körbchen bis 80gr. reichen mittlere Größen (30er, 40er Größe). Für höhere Gewichte muss schon eine starke Rolle her. Stellen Sie sich vor, Sie fischen mit 100-150gr. auf weite Distanz, welch enorme Beanspruchung kommt da auf die Rolle zu.
Ein höherer Preis macht sich auf Dauer immer wieder bezahlt.
Ob Front- oder Heckbremse bleibt dem Wunsch des Anglers überlassen - aber äußerst wichtig ist, dass die Bremse einwandfrei arbeitet.
Balzer Rollen sind mit einem Sensitive Drag System (S.D.S) ausgestattet. Das bedeutet, sie zeichnen sich durch eine extrem fein regulierbare Bremse aus.
Die exakte Justierung sowie die feine Rasterung sorgen für eine sensible und konstante Übertragung der Bremskraft. Dies sind wichtige Faktoren, die eine Bremse beim Feederfischen erfüllen muss.
Weiter sollten die Rollen mit einem Quick Stopp System (Q.S.S) ausgestattet sein. Dies lässt bei eingeschalteter Rücklaufsperre keinen Millimeter Kurbel-Nachlauf zu, was beim Nachspannen der Schnur sowie beim schnellen Anhieb von großem Vorteil ist.
Perfekte Schnuraufwicklung ist natürlich für optimales Werfen Pflicht.
Große Schnurlaufröllchen, wenn möglich mit Anti-Twist-System (ATS) sind zur schonenden Schnurbehandlung sehr zu empfehlen.
Schnüre
Beim Angeln mit leichtem Futterkorb und keiner großen Wurfweite sind monofile Schnüre angesagt. Die Stärke richtet sich nach der zu erwartenden Fischart und Größe, liegt aber im Bereich zwischen 0,15mm und 0,22mm. Da monofile Schnüre eine gewisse Dehnung aufweisen, muss der Anhieb gleichmäßig und konstant durchgezogen werden. Nicht Anschlagen wie beim Posenangeln, sondern einfach nur gleichmäßig durchziehen bis Kontakt zum Fisch hergestellt ist.
Auf große Distanzen und schwere Futterkörbe kommt die geflochtene Schnur zum Einsatz.
Da diese Schnüre so gut wie keine Dehnung aufweisen, wird der Biss direkt auf die Spitze übertragen. Selbst feinste Zupfer werden sichtbar. Der größte Vorteil liegt vor allem in ihrer großen Tragkraft. Da die Schnur beim Feederangeln sich zum größten Teil unter Wasser befindet, ist sie natürlich dem Staudruck der Strömung voll ausgesetzt.
Die Spitze wird allein durch diesen Staudruck stark gebogen und ich kann einen zarten Biss überhaupt nicht erkennen. Durch die hohe Tragkraft kann der Angler aber geflochtene Schnüre schon ab 0,08mm verwenden, dieses mindert natürlich den Staudruck enorm.
Der Anhieb erfolgt wesentlich geringer als bei monofiler Schnur. Ein leichtes Anheben der Rute genügt fast immer.
Montagen
Für die Verbindung von Hauptschnur, Futterkorb und Vorfach gibt es eine Vielzahl von Montagen, ganz einfache oder kompliziert ausgetüftelte.
Verlassen sie sich auf einfache, sie fangen damit genauso gut.
Bei der einfachsten Montage ziehen sie einen Wirbel mit Karabiner oder eine Durchlaufperle auf die Hauptschnur, daran wird das Körbchen angehängt und kann frei auf der Hauptschnur gleiten.
Beim Karabiner haben Sie den Vorteil, dass sie das Körbchen jederzeit wechseln können.
Ein Schnurstopper oder eine Gummiperle am Ende der Hauptschnur stoppt das Körbchen. Man kann auch wiederum einen Wirbel mit Karabiner anbinden, so kann ich das Vorfach einfach einhängen.
Die gleitende Montage hat den Vorteil, auch wenn der Fisch auf den Angler zu schwimmt, zieht er die Schnur durch die Öse des Futterkorbes und meldet so den Biss an der Rutenspitze.
Man kann auch den Korb direkt auf die Hauptschnur ziehen, man hat aber dann nicht mehr die Möglichkeit des Wechselns. Nachteil dieser Montage - es kommt oft zu Verhedderungen.
Montagen mit festem Seitenarm
Eine feste Montage lässt sich am einfachsten mit einer Schlaufe herstellen, bei der man die Hauptschnur doppelt nimmt und dann einen Wasserknoten mit vier oder fünf Windungen schlägt.
Die Schlaufe sollte ca. 40cm lang sein. Die entstandene Schlaufe schneiden wir so auf, dass ein ca. 20cm langes und ein etwa 60cm langes Schnurende entsteht. Dann knoten wir an das kurze Stück einen Karabinerwirbel. Danach sollte dieser Seitenarm etwa 15cm lang sein.
In den Karabiner hängen wir den Futterkorb. Auch hier ist der Vorteil, man kann schnell den Futterkorb wechseln. Mit dem längeren Schnurende verbinden wir das Vorfach, am besten Schlaufe in Schlaufe.
Schlaufenmontage
Hierbei handelt es sich wohl um die beliebteste Montage für Fließgewässer.
Bei dieser Montage hängt der Futterkorb in einer Schlaufe.
Nachdem man einen Wirbel mit Karabiner oder eine Durchlaufperle auf die Hauptschnur aufgezogen hat, bindet man eine große Schlaufe.
Jetzt hängt der Korb in der Schlaufe. Am Ende der großen Schlaufe knotet man anschließend einige kleine Schlaufen.
Der Trick dabei ist, beim Knoten der ersten Schlaufe darauf zu achten, dass der Teil der Schlaufe in dem der Futterkorb hängt, 1-2cm länger wird als der andere Teil.
Das hat den Vorteil, dass sobald der Futterkorb die Schlaufe belastet, die nächst kleinere Schlaufe zur Seite absteht. Dadurch wird verhindert, dass sich Vorfach und Hauptschnur verheddern.
Die weiteren Schlaufen hintereinander versteifen diesen Teil, fast wie ein Abstandhalter.
Mit der Feeder auf Raubfisch und Aal
Wer denkt, dass man mit der Feederangelei nur Friedfische fangen kann, täuscht sich gewaltig.
Bringen Sie vom letzten Fang einige Weißfische mit und hacken sie diese in kleine Stücke oder lassen sie sie einfach durch einen Fleischwolf laufen.
Diesen Brei in ein geschlossenes Körbchen füllen und auf den entsprechend großen Haken einen toten Köderfisch oder einen Fischfetzen geben, der Erfolg gibt dieser Methode recht.
So kann man auch zu Hause offene Körbe auf Vorrat herstellen. Die Körbe mit Fischhack füllen, gut in Folie einpacken und einfrieren. So hat man jederzeit verfügbares Lockmittel für Zander und Co.
Zum Aalangeln geschnittene Würmer oder ein Stückchen mit Fischöl getränkten Schwamm ins Fütterkörbchen - die Aale lassen nicht lange auf sich warten.
Futterkörbe und Ihre Einsatzmöglichkeiten
1.) Offene Futterkörbe
Bauweise:
Diese Kunststoffröhren mit Löchern sind mit einem Bleistreifen beschwert.
Ein Plastiksteg mit Öse dient zum Einhängen in einen Karabiner bzw. zum direkten Auffädeln auf der Schnur
Verwendung:
Die Körbe werden mit Futtermischungen oder mit eingeweichtem Brot gefüllt.
Das Futter wird von den Enden her und durch die Löcher allmählich ausgespült.
Experten verwenden diesen Typ zum Füttern mit Grundfutter und Lebendfutter bzw. Körnern: Unteres Ende mit Futter verstopfen, lose Maden, Caster, Hanf-, Mais- oder Weizenkörner zugeben, oberes Ende ebenfalls verstopfen.
Open End Feeder
Dieser leichte Korb aus weichem Kunststoff mit dünnem Bleistreifen ist ideal zum Anfüttern in stehenden Gewässern in mittlerer Entfernung. Er fällt ohne lautes Platschen ins Wasser, sinkt langsam zum Grund und gibt das Futter allmählich frei.
Groundbait Feeder
Aus stabilerem Kunststoff und mit schwererem Bleigewicht gebaut, eignet dieser Korb sich für weite Würfe. Auch bei Winddrift bleibt er am Platz liegen.
Durch die größeren ovalen Löcher wird das Futter schneller ausgespült (Groundbait = Grundfutter).
2.) Drahtkörbe
Bauweise:
Ein Stück Maschendraht wird gebogen und durch einen Bleistreifen zusammengehalten. Diese Cage Feeder (cage = Käfig) sind bis zur Größe von Rattenfallen im Handel erhältlich.
Verwendung :
Futtermischungen mit Zusatz von Lebendfutter werden von den beiden Enden her in den Korb geschoben und mit Daumen und Zeigefinger zusammengedrückt. Das Wasser wirkt von allen Seiten auf das Futter ein und spült es schneller aus als bei einem Plastikkorb. Daher können Sie auch schweres Futter einsetzen, das in der Strömung am Boden liegen bleibt.
Futterkorb: Cage Feeder
Mit Bleistreifen von 16 bis 23 Gramm beschwert, ist dieser Korb sehr vielseitig zu verwenden. Er eignet sich für weite Würfe in stehenden Gewässern, wo er trotz Winddrift liegen bleibt, genauso wie in mäßiger Strömung bei mittlerer Distanz.
Eckiger Drahtkorb
Holländische Experten haben diesen Korb für die Angelei in stehenden Gewässern und Kanälen entwickelt. Mit seinem leichten Bleistreifen fällt er ohne lautes Platschen ins Wasser. Dennoch rollt er bei Winddrift oder Unterströmung nicht vom Platz.
3.) Schwere Drahtkörbe
Bauweise:
Vom Prinzip her handelt es sich um stabil verarbeitete Cage Feeder mit besonders schweren Bleigewichten. Elastische Gummischlaufen dienen zum Einhängen in die Schnur.
Verwendung:
Diese Körbe wurden zum Anfüttern in starker Strömung und/oder für sehr weite Würfe entwickelt. Die kräftigen Drahtkörbe erlauben es, das Futter fest zusammenzupressen, so dass es nur allmählich ausgespült wird. Die Gummischlaufe wirkt als Stoßdämpfer gegen Schnurbruch beim Wurf und beim Anhieb. Für diese Schwergewichte brauchen Sie kräftige Feeder- oder Grundruten.
Futterkorb: Strömungskorb
Mit Bleigewichten bis zu 70 Gramm eignen sich diese Körbe besonders zum Fischen in schneller Strömung. Das exzentrische Blei wirkt ähnlich wie die Aufsteiger (Riser) -Bleie der Karpfenangler: Es liegt fest am Grund, steigt aber beim Einholen rasch auf.
Weitwurfkorb
Wie ein Wurfgeschoß fliegt dieser 30 Gramm schwere Korb dank seinem unten zentral befestigten Doppelkegel. Noch eine Erfindung aus Holland, speziell entwickelt zum Brassenangeln auf große Distanz in stehenden Gewässern und Staustrecken großer Flüsse.
4.) Futter-Halter und Spiralen
Bauweise:
Futter“Körbe“ sind diese Modell nicht, aber eng mit ihnen verwandt. Das linke Modell trägt eine Öse zum Einhängen in einen Karabiner, beim rechten läuft die Schnur zentral durch eine Röhre
Verwendung:
Kneten sie Ihr Futter einfach wie ganz gewöhnliche Futterballen um diese Geräte herum, sie geben ihm beim Wurf perfekten Halt. Auch im Wasser verhalten die Ballen sich wie beim Anfüttern ohne Hilfsmittel, sie lösen sich je nach Konsistenz mehr oder weniger langsam auf. Für leichtes, schnell lösliches Grundfutter und einen hohen Anteil Lebendfutter oder Körner eignen diese Modelle sich nicht.
Futterkorb: Frame Feeder
Der Kunststoffrahmen (frame=Rahmen) gibt den Futterballen eine Tropfenform vor. Unterstützt durch das Bleigewicht am Ende, fliegt dieser Typ sehr gut, fällt aber leise ins Wasser und sinkt natürlich ab, ideal für stehende Gewässer und Kanäle.
Futterspirale
Dieser deutsche Klassiker ist ein wenig aus der Mode gekommen, aber immer noch erfolgreich beim etwas gröberen Grundangeln auf Brassen und Barben im Fluß. Die Spirale gleitet auf der Schnur, das Blei auf der Achse gibt ihr Wurfgewicht und Bodenhaftung.
5.) Geschlossene Futterkörbe
Bauweise:
Diese Futterkörbe aus Kunststoff sind beidseitig verschlossen. Der obere Deckel wird zum Einfüllen der Köder abgenommen, diese entweichen durch die Löcher.
Verwendung:
Englische Friedfischangler füttern gern Maden, Caster und Hanfkörner „pur“ ohne Grundfutter, besonders beim Angeln auf Döbel und Barben. Bei ihnen sind diese Körbe daher weit populärer als auf dem Kontinent. Sehr gut eignen sich geschlossene Körbe auch zum Füttern mit trockenem oder nur leicht gefeuchtetem Futter im Stillwasser. Schwebende oder aufsteigende Futterpartikel erzielen eine große Lockwirkung.
Futterkorb: Kombi-Korb
Mit diesem Modell haben Sie einen offenen und geschlossenen Korb in einem, denn neben seiner oberen Kappe (zum Füllen) lässt sich auch die untere abnehmen. Mit dem relativ leichten Bleistreifen ist er ideal für stehende und langsam fließende Gewässer.
Blockend Feeder
Der klassische englische Futterkorb für die Angelei in der Strömung: Durch seine flache Form und die dicke Bleiplatte (von 20 bis 60 Gramm Gewicht) an der Unterseite haftet er hervorragend am Boden, löst sich aber beim Einholen gut vom Grund und steigt rasch auf.
6.) Spezial Futterkörbe
Bauweise:
Zwei spezielle Typen von geschlossenen runden Futterkörben, die sich durch eine besondere Art der Schnurbefestigung und Bleibeschwerung auszeichnen.
Verwendung:
Auch diese Modelle sind dazu bestimmt, mit losen Futterpartikeln und Ködern anzufüttern (loosefeeding). Sie kommen besonders zur Geltung beim Angeln in Flüssen mit wanderndem Futterkorb: Die Bleibeschwerung wird gerade so bemessen, dass der Korb am Boden liegen bleibt, beim Anheben der Rutenspitze aber ein Stück weiter treibt und so mit dem Köder allmählich den Grund absucht.
Futterkorb: Futterkorb mit Schraubverschluss
Bei diesem leicht bleibeschwerten Futterkorb können sie zum Füllen die untere Kappe ab- und wieder aufschrauben. Das geht schneller als bei den anderen Körben, die von oben befüllt werden. Praktisch ist auch der als Schurbefestigung eingelassene Wirbel.
Feederlink
Dieser Futterkorb „hat es in sich“. Seitenarm mit Öse zur gleitenden Montage auf der Hauptschnur läuft durch den Korb und schafft gleichzeitig die Verbindung zu einem Clip für auswechselbare Bleigewichte. Durch starkes Ziehen kann man den Seitenarm verlängern.
Futter
Das Füttern mit dem Körbchen ist im Verhältnis zum normalen Anfüttern einfach, denn sie haben ja ein Behältnis, welches ihnen das Futter zum Angelplatz bringt.
Doch auch hierbei werden viele Fehler begangen.
Der am häufigsten zu beobachtende Fehler: nach dem Einholen befindet sich immer noch Futter im Korb. Mit solch einem klebrigen Futter haben sie schlechte Karten, denn es wird zum Teil auf eine große Strecke beim Einholen verteilt.
Genauso fatal - Futter das sich schon beim Wurf oder beim Aufprall auf die Wasseroberfläche in eine Staubwolke verkrümelt.
Schwer und dennoch locker soll es sein. Es muss sich am Grund leicht aus dem Korb lösen, gleichzeitig gut liegen bleiben und eine Futterspur stromab erzeugen.
Bei der Herstellung verzichten sie möglichst auf klebrige Substanzen und Bindemittel und fügen nur so viel Wasser zu, dass man gerade eine Futterkugel formen kann, die einen Aufschlag auf die Wasseroberfläche übersteht und sich am Grund gut auflöst.
Lassen sich keine Ballen formen, ist das Futter noch zu trocken.
Bedenken sie bitte, dass auch das beste Futter ohne Zugabe von Ködern mit denen sie Angeln wollen (Maden, Caster, Mais, Würmer, Hanf usw.) nicht den rechten Erfolg bringt.
Quelle: mit freundlicher Genehmigung von BALZER Angelsport
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