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Angeln mit der Dropshot-Montage

Einen ganz großen Boom unter den Raubfischanglern erlebt zur Zeit der sogenannte Dropshot-Rig. Eigentlich für das vertikale Fischen gedacht, melden sich immer mehr Angler und erzählen von sehr guten Erfolgen mit dieser Montage so das ich hier mal diese Angeltechnik vorstellen möchten.

Die Dropshot Rig-Montage eignet sich sehr gut zum Angeln auf Barsche und Zander. Im Ursprung eigentlich für das Vertikalangeln gedacht, lässt sich die Dropshot Rig-Montage auch sehr gut vom Ufer aus fischen. Stark hängerverdächtige Regionen lassen sich auch sehr gut mit dieser Montage befischen.

Der ganz große Vorteil dieser Montage ist, dass man den Köder sehr lange im Wirkungskreis der Raubfische anbieten kann.

Man fischt die Dropshot Rig-Montage als Zweikomponenten-System, bestehend aus einer dünnen Hauptschnur und einem Vorfach. Man benutzt an der Hauptschnur einen kleinen Wirbel an der das Vorfach befestigt wird.

Für das Vorfach benötigt man ca. 1,5 - 2 m Fluorocarbon in einer stärke von 16-23er ( Vorfach aus Fluorocarbon verkringelt nicht so schnell ), dazu noch einen speziellen Dropshot-Haken bzw. Einfachhaken in der Größe 1 bis 4. Den Haken befestigt man mit dem Palomar-Knoten

Bildquelle: www.salmonuniversity.com

an das Vorfach, so dass der Haken ca. 25 bis 75 cm über dem Blei sitzt. Der Haken sollte dann so sein, das der Köder fast im rechten Winkel absteht.

Das Blei das man zum Schluss befestigt kann ein spezielles Dropshot-Blei sein oder auch ein herkömmliches Birnenblei.

Bildquellen: bassriveroutdoors.com

Bei den Ködern hat man ein breites Angebot an verschiedenen Shad´s.

Darunter fallen u.a:

Kunstwürmer:

- Powerbait Trot Worm, Illex Dart, Yamamoto Kut Tail, Roboworm Straight Tail, Shad Shape Worm

Kunstkrebse:

- Sparkle Nymph, Sparkle Craw, Berkley Sabertail Grub, Relax Krebsimitat

Kunstfische:

- Powerbait Realistix Minnow, Lunker City Fin-S Fish, Jackson DS Pearch, Jackson DS Kokain, Tiny Shad

Natürlich funktioniert die Dropshot Rig-Monage auch mit toten Köfis oder echten Würmern.

Beachten sollte man das der Köder nur an der Spitze des Hakens aufspießt, damit die Bewegung des Köder´s voll ausgenutzt wird.

Für das Angeln auf Zander sollte der Köder aber ganz aufgezogen werden.

Das Tackle sollte aus einer kurzen und etwas weicheren Rute mit einer schnellen Aktion bestehen. Die weiche Aktion ist wichtig, damit der Raubfisch beim Biss kaum Widerstand spüren und man bemerkt die Bisse auch visuell.

Eine Kleine Stationärrolle mit dünner geflochtener Schnur reicht vollkommen aus.

Beim Vertikalangeln zupft man das Rig sanft über den Grund. Das Boot driftet dabei über die Fische weg. Aber man kann die Montage auch werfen. Dann wählt man den Abstand zwischen Blei und Haken etwas größer (50 cm bis 1 m). Nach dem Aufwurf lässt man das System zum Boden sinken.

Dann hat man mehrere Möglichkeiten:

1.Schleifen: Mit gleichmäßigem Zug schlittert die Montage auf dem Grund entlang. Bekommt man Bisse und die Fische bleiben nicht hängen, kann man das System kurz verharren lassen und sachte mit der Rutenspitze in die leicht schlaffe Schnur zupfen. Der Köder verharrt dann mehr oder weniger an der gleichen Stelle und zuckt solange, bis die Barsche zu finalen Angriff ansetzen.

2.Zucken: An Hindernissen kann man mit dem Drop-Shot-Rig sehr lange am Fisch angeln, ohne einen Köderverlust befürchten zu müssen. Der Köder wird vor den ins Wasser gesürzten Baum geworfen und dann wie oben beschrieben auf der Stelle in Bewegung gehalten. Sobald ein Fisch zupackt, muss man ihn natürlich schnell vom Hindernis wegziehen. Das funktioniert auch vertikal unter Stegen oder an Spundwänden.

3.Zupfen: Man kann das Drop-Shot-Rig aber auch wie einen Gummifisch über den Boden jiggen. Diese Präsentation spricht die Barsche an, wenn sie selber in Bewegung sind. Wichtig ist, dass die pausen zwischen den Zupfern etwas länger ausfallen als beim herkömmlichen Twistern.