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Anfänger-Tipps & Tricks zum Pilken auf Dorsch & Co.
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bodden-angler
Montag, 07. April 2008
Beim Pilken ist zunächt die Position auf dem Kutter entscheidend. Am begehrtesten sind die Plätze am Bug oder am Heck. Das liegt daran, dass man sich an diesen Stellen im Boot stets die Drift auswählen kann:
Steht man an der Reling, muß man die jeweilige Drift fischen udn kann nicht variieren. Die Kapitäne drehen ihre Kutter meist nach jedem Stopp um 180 Grad. Dadurch fischen die Angler abwechselnd in der Andrift oder in der Abdrift.
In der Andrift müssen die Köder möglichst weit ausgeworfen werden, damit sie nicht gleich unterm Kiel hängen. Vorteil in der Andrift: Die Angler sind eher am Fisch als die Kollegen im Rücken!
Wenn der Pilker den Grund erreicht hat, wird die Schnur gestrafft, und das eigentliche Pilken beginnt. Durch Auf- und Abbewegungen der Rutenspitze tanzt das Fisch-Imitat am Grund - solange, bis der Kutter über den Pilker treibt. Dann wird eingeholt, und das Spiel beginnt von vorn.
Ganz wichtig: Der Pilker muss unbedingt am Grund bleiben, denn dort stehen die Dorsche zumeist. Außerdem darf beim Absenken der Gerte der Kontakt zum Bleifisch nicht verlorengehen! Bei schlaffer Schnur lässt sich der Biss nicht erkennen. Das Gleiche gilt, wenn ein Dorsch hochgepumpt wird - immer die Spannung halten, sonst kann sich der Haken lösen!
Wer in der Abdrift angelt, lässt den Pilker einfach an der Bordwand runter. Damit er sich durch die Drift nicht zu weit vom Grund entfernt, wird ab und zu Schnur nachgegeben. Ist dies zu oft nötig, muss ein schwererer Pilker her.
Das Ködergewicht muss stets auf die Wassertiefe, die Strömung und auf die Drift des Kutters abgestimmt sein. Normalerweise reichen in der Ostsee in Tiefen bis 15 Meter Gewichte zwischen 40 und 100 Gramm aus. In tieferem Wasser oder bei Strömung kann aber schon mal ein 200er Eisen gefragt sein. Die Pilkerfarbe ist Geschmackssache und abhängig von den Vorlieben der Dorsche. An manchen Tagen fängt Grün super, an anderen stehen die Meeresräuber eher auf Rot/Silber. Je stärker der Pilker gebogen ist, desto verführerischer taumelt er zum Grund. Gerade geformte Modelle sinken schneller.
Dennoch hängt es von der abwechslungsreichen Köder-Führung des Anglers ab, wie viele Fische letztlich in seiner Kiste landen. Wenn der Nachbar deutlich mehr fängt als Sie, gibt es dafür meistens einen Grund - sei es das Pilkergewicht, die -farbe oder die Pilk-Geschwindigkeit. Es ist besser, das Eisen gefühlvoll zu zupfen, als es ruckartig hochzureißen. Bei kaltem Wasser zahlt sich eine langsame Köderführung oft aus. Manchmal nützt aber alles Probieren nichts, denn Glück gehört natürlich auch beim Pilken mit dazu.
Auf den Ostsee-Kuttern sind die Ruten 2,70 bis 3,30 Meter lang. Für weite Würfe in der Andrift eignen sich lange Gerten am besten, zumal der Angler auf den meisten Kuttern hohe Aufbauten im Rücken hat. Und natürlich seine Angelkollegen - also Vorsicht beim Schwung holen! Kräftige Spinnruten mit Wurfgewichten um die 100 Gramm oder mittelschwere Pilkruten, die 200 Gramm bewältigen, reichen je nach Tiefe und Strömung völlig aus. Wer mit dicken Knüppeln pilkt, darf sich am Abend nicht über ebensolche Arme wundern! Trotzdem sollte die Rute auch einen größeren Dorsch von 20 Pfund bändigen können.
Stationärrollen, die rund 250 Meter 0,35er Schnur fassen, sind auf der Ostsee gefragt. Vor dem Fischen muss die Bremse unbedingt so eingestellt werden, dass ein großer Fisch Schnur abziehen kann. Ist das nicht der Fall, macht’s peng, und der Dorsch ist weg. Das Gleiche gilt für Hänger. Wer bei starker Drift am Grund hakt und erst noch die Bremse einstellen muss, kann sich gleich von der Montage, im schlimmsten Fall sogar von der Rute verabschieden.
Hier gefunden: FISCH & FANG-EXTRA 11/2002
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