Der Tauwurm gehört mittlerweilen leider schon fast zu den vergessenen Naturködern, wobei doch gerade dieser Köder, zurecht als bester Barschköder angesehen wurde.
Heute in Zeiten, in denen das Spinnfischen eine derartige Popularität erreicht hat, rückt der Tauwurm noch weiter ins Abseits.
Wobei doch gerade der Tauwurm als Vorbild aller Twister dient.
Barsche sind in ihren Wesen, sehr neugierig, aber auch sehr vorsichtig, vor allem wenn sie einmal gewisse Größen erreicht haben. Sicher, wird der eine oder andere von euch schon einmal 30 oder mehr Barsche in wenigen Stunden gefangen haben und der ein oder andere von euch, auch schon einmal einen Barsch über 40cm und andere von euch werden sich jetzt sagen, dass hört sich ja gut an, doch ich kann auf solche Erfahrungen nicht zurückgreifen. Dazu kann ich nur anmerken das ist Gewässerbedingt und liegt meistens nicht an den Können oder Nichtkönnen des Anglers. Ein Fischer der an den Bodden angelt wird öfter seinen 40+ Barsch fangen, als ein Angler der in einem See fischt
dessen Barschbestand verbuttet ist.
Ihr fragt euch jetzt bestimmt, was macht denn dann den Tauwurm so erfolgreich?
Die Frage ist ganz einfach zu beantworten. Da ja der Tauwurm, die ganze Arbeit, die ein Spinnfischer hat, ganz von selbst macht und dazu kommt noch das diese Bewegungen ganz natürlich auf den Barsch wirken, außerdem riecht er natürlich. So gesehen braucht der Angler also nur ein ein Angelgerät, dass diese "Natürlichkeit" nicht verfälscht.
Eine Matsh Rute oder eine Float Rute die eigentlich nichts anderes als eine Matsh Rute ist, nur das sie größere Ringe hat ist mit am besten geeignet. Diese Ruten sollten 12 bis 14f lang sein und müssen nicht mehr als max. 30 Gramm Wurfgewicht haben. Ruten die sich schön durchbiegen, einen Carbonblank haben z.B. einen IM7 Blank mag ich persönlich am liebsten. Die Rolle sollte klein, aber fein sein, etwa 150 Meter einer 20er Schnur fassen und muss nicht all zu teuer sein, ob eine Rear oder Front Bremse zum Einsatz kommt, bleibt den Angler selber überlassen. Die Schnur sollte einen 20er Durchmesser nicht überschreiten, dass Vorfach darf ruhig etwa 2 Stärken schwächer gewählt werden. Also z.B. eine 18er Hauptschnur und ein 16er Vorfach. Der Haken sollte in etwa einer Größe von 2 bis 6 entsprechen und etwas biegsam sein.
Die Pose, sollte nach Möglichkeit nicht unbedingt eine Vorbeschwerte sein, wichtig ist hier eine lange Antenne, die auch bei Wind und unruhigen Wasser gut sichtbar bleibt. Die Montage wird so ausgebleit, dass die Antenne mindestens 2/3 aus dem Wasser ragt. Im Herbst und Winter wird tief gefsicht und immer an markanten Stellen, was die Bodenstruktur anbelangt. Im Spähtsommer darf ruhig auch sehr Ufernahe gefischt werden, günstig sind hier verwachsene Steilufer, die sofort recht tief abfallen. Im Sommer selbst und dem Frühjahr gehen oft auch andere Fische an den Tauwurm, desshalb angle ich zu diesen Zeiten nicht so gerne gezielt auf Barsch mit Tauwurm, da man meisten alles mögliche Fängt.
Probiert doch einmal aus mit den Tauwurm auf Barsch zu Fischen, viele von euch werden bestimmt überrascht sein wie gut das geht. :-)
Kommentare
Johannes1996 wrote 06-11-2011: es gehen alle Würmer!
Raubtier wrote 17-08-2011: Mit dem Tauwurm auf barsch