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Matchfischen - Was ist das? So geht`s...

Fischen mit der Matchrute

In England, dem Mutterland des Angelsports, heißt Posenangeln in erster Linie Angeln mit der kurzen beringten Matchrute.

Es kommen vorwiegend Steckruten in einer Länge von 3,60 - 4,20m, als Sondermodelle bis 5,50m zum Einsatz.
Die Beringung ist, wie bei Steckruten möglich, sehr eng, was eine hervorragende Verteilung der Belastung auf den Blank hat.
Die Ringe stehen weit ab, so hat die Schnur keine Möglichkeit bei Nässe an der Rute zu kleben. Am besten lassen sich diese Ruten beim Fischen mit der Wagglerpose einsetzen. Hierbei wird die Schnur nur am unteren Ende der Pose befestigt.
Diese Montage gestattet Weitwürfe, bei denen Köder und Vorfach sich nicht mit der Pose verheddern.
Sie ermöglicht es, die Schnur zwischen Pose und Rutenspitze unter Wasser zu legen und damit dem Wind und der Oberflächenströmung zu entziehen.
Durch den tiefliegenden Posenkörper stehen die Waggler auch bei unruhiger Oberfläche ruhig.
Etwa zwei Drittel des Bleigewichts wird um den Posenfuß gruppiert, das restliche Blei wird auf halber Angeltiefe montiert, darunter noch zwei kleine Schrote als Bissanzeiger. Je nach Beißverhalten kann man die Bebleiung verschieben:
Verschiebung nach unten -- alle Bisse erfolgen am Grund
Verschiebung nach oben -- Bisse erfolgen beim Absinken.

Waggler mit dünnen Antennen sind für stehende Gewässer am besten, Waggler mit tief liegendem Körper und langer, etwas stärkerer Antenne, für langsam strömende und tiefe Fließgewässer. Hierbei kann der Köder auch leicht am Grund schleifen.
Besonders groß ist die Gefahr des Verhedderns am Ende des Wurfs beim Einfallen ins Wasser.
Deshalb bremst der geübte Matchruten-Angler in der Endphase des Wurfs den Schnurablauf von der Rolle gefühlvoll ab, so dass die gesamte Montage gestreckt ins Wasser fällt.
Wichtig ist, dass der Angelplatz immer um einige Meter überworfen wird.
So hat man die Möglichkeit, durch Absenken der Rute, ins Wasser stecken und heranziehen der Montage, die Schnur unter Wasser zu legen. So verhält sich der Köder ganz normal im Wasser und der Fisch nimmt ihn ohne Bedenken auf.

Herstellen von Castern
Ob wir beim Angeln erfolgreich sind oder nicht, hängt oft vom Köder ab.
Wer eine Made, Wurm oder Getreide nimmt, kann nicht viel falsch machen, denn er sieht sofort, ob der Köder in einem guten Zustand ist. Ganz anders sieht es bei verpuppten Maden, sogenannten Castern aus. Hier hängt alles daran, wie frisch sie sind. Faule oder verdorbene Caster sind ein Greuel für den Fisch.
Frische lebende Caster dagegen ein Leckerbissen. Ja, ein Caster ist ein lebendiges Wesen. Bei entsprechender Temperatur kriecht nach einiger Zeit eine Fliege aus der Hülle.

Das Herstellen von Castern ist ganz einfach.
Zunächst besorgen Sie sich frische Maden (schwarzer Punkt).
Für ca. 1,5l Maden nimmt man einen 1/2l Sägemehl, das vorher mit Wasser gereinigt wurde, es sollte noch erdfeucht sein. Das hat den Vorteil, das die Maden keine Feuch-tigkeit verlieren und groß bleiben.
Bewahren Sie die Maden nun in einem geräumigen Behälter etwas kühl auf. So brauchen sie etwa eine Woche bis sie anfangen sich zu verpuppen. Hat ein Teil der Maden sich verpuppt, schütten wir alles auf ein grosses Sieb über einer Wanne. Die noch lebenden Maden kriechen durch das Sieb, die Caster bleiben darauf liegen.
Die Caster kommen in einen Plastikbeutel, dem Sie die Luft entziehen und anschließend in den Kühlschrank. Das Sägemehl mit den restlichen Maden wird wieder etwas befeuchtet und danach bewahren Sie die Maden an einem dunklen, nicht zu warmen, Platz auf. Die Maden verpuppen sich viel schneller als bei Tageslicht.
Der Vorgang, des durch das Sieb laufen lassen, wird nun ab und zu wiederholt.
Tote Maden immer aussortieren. Öffnen Sie den Beutel mit den Castern jeden Tag für eine Minute, damit die Puppen atmen können. So können Sie Caster ca. eine Woche aufbewahren. Am Gewässer werden die Caster in ein Sieb gegeben und ausgespült.
Die schwimmenden werden gesondert aufbewahrt. Sie werden für den Haken oder zer-quetscht ins Futter gegeben.
Die sinkenden werden in einem Behälter mit Wasser aufbewahrt. Denn bei trockener Lagerung verwandeln sie sich in kurzer Zeit in schwimmende Caster. Auch in das Futter geben Sie nur die Menge Caster für den nächsten Futterball.
Würden Sie alle Caster ins Futter geben, ginge die Verpuppung weiter und bald würden alle Caster auftreiben. Die Folge: Am Grund bekämen Sie kaum noch Bisse.
Caster sind auch hervorragende Kombiköder. Sollte Ihnen beim Zubereiten oder Auf-bewahren eine Panne passieren und Sie haben nur noch schwimmende Caster, ein Tipp: Zerquetschen Sie einfach die Caster und mischen sie ins Grundfutter.
Die Wirkung ist hervorragend.

Quelle: mit freundlicher Genehmigung von BALZER Angelsport

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