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Mit der Spinnrute auf Flusshecht

Das Angeln mit der Spinnrute an einem Fluss und das auch noch vom Ufer aus, gehört sicherlich zu den anspruchsvollsten Disziplinen die es beim Angeln gibt, aber was will man denn schon anderes machen, wenn das Angeln vom Boot aus untersagt ist.

Sicher der Erfolg stellt sich hier nicht von heute auf morgen ein, sondern bedarf jahrelange Ausdauer und unbedingten Willen zum Erfolg. Das Wichtigste beim Spinnfischen ist die richtige Gerätewahl, die richtige Kunstköderwahl und das Wissen über den (wo,wie und wann?)

Und genau das ist, was doch einige anfangs begeisterte Spinnfischer dazu bewegt sich anderen Angelarten zu widmen, weil sie zu früh die Flinte ins Korn werfen.

Nach einigen Jahren bekommt man automatisch ein Gefühl dafür, wann die Hechte in Beisslaune sind, wo sie sich vorzugsweise aufhalten und wo entlang sie ihre Streifzüge unternehmen. Ja man weis sogar das im Winter wenn die Temperaturen über Tage und manchmal auch Wochen hinweg deutlich unter den Gefrierpunkt liegen, sich an den wenigen Sonnentagen das Wasser um mitunter nicht einmal einen einzigen Grad erwärmt, aber genau das ist es, was dann den kleinen aber feinen Unterschied ausmacht, denn gerade jetzt beissen die Hechte und das liegt einzig und alleine daran, dass

wieder etwas mehr Leben ins Wasser kommt.

Genau solches Wissen bringt einen dazu über Jahre hinweg zu einem richtig guten Spinnfischer zu werden.

Sich Gedanken über die richtige Gerätewahl zu machen ist nicht unnützes, sonder ganz im Gegenteil, enorm wichtig, denn hier wird über Erfolg und Misserfolg entschieden. Manch einer wird jetzt denken, ist doch egal, denn eine Spinnrute ist doch nichts besonderes und die Rolle, Schnur, Vorfach und Kunstköder ist auch nebensächlich, aber weit gefehlt, denn genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen.

Warum das?

Eine Spinnrute, deren Spitze zu hart ist, trägt dazu bei, dass Hechte bei ihren starken Fluchten oder sogar Sprüngen aus dem Wasser, wieder frei kommen.

Eine Spitze die zu weich ist, lässt den Haken beim Anschlagen nicht durchdringen, was wiederum zu vermehrten Aussteigern führt.

Blanks die von der Spitze bis ins Handteil sich zu hart bzw. zu steif sind, tragen dazu bei, dass sich Hechte den Haken bei Kehrtwendungen aus den Maul hebeln.

Ruten die im Mittelteil zu schwach sind, also sogenannte "Schwabbelstecken" versagen auf der ganzen Linie.

Ihr fragt euch jetzt bestimmt: "was ist denn dann die richtige Rute"? Und das zu recht! Und das ist nicht ganz einfach zu beantworten, oder besser gesagt in Worten zu erklären, nur so viel dazu, die richtige Spinnrute für einen Flussangler der vom Ufer aus angelt, ist länger als eine durchschnittliche Spinnrute.

Sie darf ruhig etwa 3 bis 3.15 Meter lang sein, denn mit ihr lassen sich bessere Wurfweiten erzielen, der Kunstköder ist besser über Hindernisse hinweg zu führen und Anschläge kommen auf Distanz weit aus besser durch, außerdem lassen sich die zum Teil gewaltigen Fluchte von stattlichen Hecht Damen besser parieren.

Diese Spinnrute muss es schaffen den Spagat, zwischen allen negativen und positiven Eigenschaften eines Ruten Blanks zu vollziehen. Das will heisen, ihre Spitze muss sennsiebel und gleichzeitig hart sein, ihr Mittelteil muss Biegsam aber die Rute nicht zu einen Schwabbelstecken machen und ihr Handteil muss ordentlich nachgeben aber auch nicht so viel das sie den Fisch nicht mehr gewachsen ist.

In der  Tat, eine solche Rute zu finden ist nicht einfach und wer es sich einfach machen will, den empfehle ich  gerne ein paar Ruten. ;-) 

Die da währen:

>DAM CALYBER BIG LURE mit 2,90 Meter Länge und einem Wurfgewicht von 56 bis 112 Gramm. 

>MP1 Spinnruten Blanks, die ihr euch z.B. bei CMW von Michael Weckesser aufbauen lassen könnt.

>Die Kev Spin von Sportex

> Schimano Antares BX mit 2,85 Metern Länge und einen Wurfgewicht von 28 bis 122 Gramm.

Und jetzt zur Rollenwahl.

Hier sind Rollen mit Frontbremsen den Vorzug zu geben, etwas größere Rollen sind immer die bessere Wahl, weil deren Achse stabiler und deren Getriebe größer ist, die Bremse muss ruckfrei und völlig anstandslos funktionieren, die Kugellager sollen gedichtet sein, ihr Gehäuse nach Möglichkeit aus Metall, wobei Ganzmetall Rollen immer den Vorzug zu geben ist.

Kompromisslose Stationärrollen sind:

> Die Quantum Cabo

>Quantum Tour Edition PTI

>Tica Taurus TP-S

> Tica Libra SA

>Schimano Technium Mgs

um mal nur einige richtig gute Rollen zu nennen die nicht überzogen teuer sind.

Die Schnur ist immer und ausnahmslos eine Geflochtene.

> Power Pro von Spro, sie ist ein Produkt von Schimano

>Stroft von der Waku GmbH

>Spiderwire Stealth Code sie ist ein Produkt von Berkley

Empfohlene Schnurstärken liegen nicht unter einer 17er und sollten im Mittel 0,2mm Durchmesser betragen.

Das Vorfach:

7 bis 9 fädige Stahlvorfächer lassen sich bestens Twizzeln, das Flexonit sollte immer mit einen Achter Knoten angebracht werden und mindestens 0,2mm stark sein, starke Hardmono Schnüre mit 0,6mm besser 0,7mm sind fast "hechtsicher" wobei hier immer der etwas fade Beigeschmack bleibt, dass es im ungünstigsten Falle doch durchgebissen werden kann.

Der Kunstköder:

Hier mache ich es mir einmal ganz einfach, denn von diesen gibt es echt viele richtig gute. ;-)

> Zalt & Zam

> FZ Blinker

>Sandra

>Turus Ukko

>Grand Ma

>Hi-Lo

>Mepps Spinner 5/7 

>Rublex Spinner

>Twister einzel und Doppelschwanz

>Gufi allgemein

Ich wünsche euch allen viel Erfolg und ein herzliches Petri Heil, mfG Michi

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