Raubfischangeln mit System.
Tackleschlepper
Montag, 17. September 2007
Das abgewandelte Drachkovitch-System:Aus Stahlvorfach, 3 Klemmhülsen und 2 Drillingen stellt man ein System entsprechend Abbildung 1 her. Direkt hinter der ersten Klemmhülse wickelt man einen dünnen, ca. 20 cm langen Blumendraht in Form einer 8 um beide Stahlvorfächer und verdreht den Blumendraht mehrmals. Ca. 1,2 mm dicken Draht wickelt man direkt vor der vorderen Klemmhülse in Form einer 8 um beide Stahlvorfächer, führt dann beide Drahthälften links und rechts an der Klemmhülse vorbei, wickelt den Draht direkt hinter der Klemmhülse nochmals in Form einer 8 um die beiden Stahlvorfächer und verdreht das kurze Drahtende um das lange. Dieses knickt man hinten ab. Nun klemmt man vorn auf den Stahldraht noch ein dickes Spaltblei, der Wirbel wird in die Schlaufe direkt vor dem Spaltblei eingehängt. Man schiebt den dicken Draht bis zur vorderen Klemmhülse in den Fisch, wickelt den dünnen Draht hinter den Kiemendeckeln mehrmals um den Fisch und hakt die Drillinge links und rechts in die Flanken des Fischs. Dieses System eignet sich v.a. zum Spinnfischen mit Köderfischen.
Einfaches Stand-Up-System:Man zieht das Stahlvorfach durch die Öse eines Stand-Up-Jigkopfs und stellt aus 3 Klemmhülsen und 2 Drillingen ein System entsprechend der Abbildung her. Den Haken des Jigkopfs steckt man bis zum Bleikopf in den Fisch und hakt die Drillinge rechts und links in die Flanken des Köderfischs. In die Afteröffnung steckt man noch ein Stückchen Balsaholz oder Styropor. So erreicht man, dass der Köderfisch mit erhobenem Schwanz am Grund steht. Diese Montage hat sich v.a. beim Angeln über Grund auf Zander bewährt.Statt des Jigkopfs kann man auch einfach einen weiteren Drilling oder Einzelhaken vor an der Schlaufe montieren. Diesen hängt man im Maul des Köderfischs ein. Diese Montage sinkt nur ganz langsam und mit torkelnden Bewegungen ab, vorausgesetzt, man hat die Schwimmblase durchstochen. Man verwendet sie v.a. in der kalten Jahreszeit für das Fischen im Zeitlupentempo.
Die Posenmontage:An der Pose sollte man den Köderfisch waagerecht präsentieren. Dazu stellt man sich ein System entsprechend Abbildung C her. Der Einzelhaken wird im Rücken unter der Rückenflosse eingehakt, die beiden Drillinge rechts und links hinter dem Kiemendeckel und im Bereich des Schwanzansatzes. Dieses System hat den Vorteil dass man schneller anschlagen kann. So vermindert man das Risiko dass kleine Hechte zu tief schlucken. Wichtig: Bei klarem Wasser verwendet man durchsichtige Posen oder solche mit heller Unterseite.Die einfache Schleppmontage:Zum Spinnfischen oder Schleppen stellt man sich ein System entsprechend Abbildung D her. Man hakt die Drillinge hintereinander in eine Flanke des Köderfischs und in den Schwanzstiel und führt das Vorderteil des Stahlvorfachs durch die Kiemen in den Fisch und vorn zum Maul wieder heraus. Der Köderfisch nimmt bei diesem System eine gekrümmte Haltung ein und trudelt bei Zug um seine eigene Achse. Um den Köderfisch beim Schleppen auf Tiefe zu bringen, hängt man ein Blei in einen Wirbel, der frei beweglich auf der Hauptschnur montiert ist.
Die schwere Schleppmontage:Man stellt einen Bügel mit drei Ösen her. Die obere Öse wird zusammen mit einem Birnenblei (das man im Maul des Köderfischs platziert) in einem Wirbel eingehängt. An die linke Öse kommt ein kurzes Stahlvorfach mit einem Drilling am Ende. In die rechte Öse kommt ein Drilling. Die Querspange schiebt man im Bereich hinter den Kiemen quer durch den Fisch und hakt sie in die linke Seite des Bügels ein.Weitere Tipps zur Erhöhung der Fängigkeit von Köderfischen: siehe unten.Angeln unter der Rutenspitze:Da die Hechte meist von unten den Köder nehmen, hat sich die links abgebildete Ködermontage bewährt, weil man damit sofort anschlagen kann und zu tiefes Schlucken vermeidet. Bei steil abfallendem Ufer legt man die Rute in einen Rutenständer und präsentiert den Köder direkt unter der Rutenspitze. Muss man weiter draußen fischen, so hängt man in den Gummi eine Pose ein, bei ablandigem Wind empfiehlt sich die Verwendung einer Segelpose um entfernte Plätze zu erreichen. Wichtig: Die Schwimmblase des Köderfischs durchstechen, damit er nicht unnatürlich aufschwimmt.So sitzt der Raubfischhaken richtig- Wenn man beim auf Grund liegenden Köderfisch den Raubfischhaken (Drilling oder Ryderhaken) im Fisch einhakt, kommt es häufiger vor, dass der Raubfisch zu tief schluckt. Dies kann man durch folgende Montage verhindern:Man bindet ein Stück Kevlar, das etwa doppelt so lang ist wie der Köderfisch, am Öhr des Hakens fest. Am Ende des Kevlars bindet man eine kleine Schlaufe. Diese hängt man in eine Ködernadel ein, sticht diese im Bereich des Schwanzstiels ein und zieht das Kevlar durch den Fisch und vorn zum Maul heraus. Jetzt dreht man die Ködernadel um und zieht das Kevlar wieder von vorn ins Maul und durch die Kiemen heraus. Die Schlaufe zieht man über den Haken und das hinten herausschauende Stück Kevlar bis zur Einstichstelle. Zum Schluss fixiert man noch das Kevlar mit einem Gummiring an der Schwanzwurzel. Der Haken hängt jetzt frei neben der Schwanzflosse. Bei dieser Montage muss man natürlich mit dem Anschlag so lange warten, bis der Räuber den Beutefisch gedreht und geschluckt hat. Der Haken sitzt dann fast immer vorn im Maul. Noch einfacher ist es, beim Grundangeln mit Köderfischen den Einzelhaken oder Drilling durch die Schwanzwurzel zu stechen. Da die Raubfische meist den Köder mit dem Kopf voran schlucken, muss man hier so lange warten, bis der Köderfisch geschluckt wurde. Der Haken sitzt dann meist vorn im Maul und man erspart sich dadurch langwieriges Hakenlösen.
- Benutzt man den Köderfisch zum Schleppen, so zieht man ein Stück Kevlar oder Schnur von einer Seite zur anderen durch die Kiemen und verknotet die Schnur am Haken. Dieser liegt jetzt 3-5 cm vor dem Köderfisch. Auch bei dieser Montage muss man mit dem Anschlag warten, bis der Raubfisch den Köder gedreht hat. Um zu verhindern, dass sich der Köderfisch beim Auswerfen oder Schleppen unnatürlich krümmt, geht man wie folgt vor:Über das Vorfach zieht man einen Knopf bis zum Drilling. Mit der Ködernadel sticht man im vorderen Schwanzstiel ein und zieht das Vorfach durch den Fisch vorn zum Maul heraus. Jetzt sticht man einen Haken des Drillings im hinteren Schwanzstiel ein. Der Knopf verhindert, dass sich der Drilling tiefer in den Fisch hineinzieht. Vorn schiebt man einen Öhrhaken über das Vorfach und hängt den Haken im Fischmaul ein. Diesen Haken fixiert man mit 2 Klemmbleien auf dem Vorfach. So bleibt der Fisch gerade, weil ja der Zug auf dem vorderen Öhrhaken liegt und nicht auf dem Drilling hinten. (Abb. 3)Weiche Fische als HakenköderWeiche Köderfische fliegen beim Auswerfen leicht vom Haken. So kann man sie sicher am Haken befestigen:Ans Ende des Vorfachs knotet man eine Schlaufe. Diese hängt man in eine Ködernadel und zieht das Vorfach in der Mitte des Fischs von einer Seite zur anderen, dann über den Rücken zurück, etwas vor der Mitte nochmals durch den Fisch, wieder über den Rücken zurück und vorn nochmals durch den Fisch. Man hängt einen Einfach- oder Ryderhaken in die Schlaufe ein und sticht den Haken hinter dem Kopf so in den Fisch, dass eine Hakenspitze vorn wieder herausschaut. Jetzt zieht man das Vorfach stramm und fädelt von hinten einen Haken auf das Vorfach. Diesen Haken sticht man in die Flanke des Fischs. Der Rest des Vorfachs wird um den Schwanzstiel geführt und zurück unter dem Vorfach durch. Zum Schluss bindet man am Ende des Vorfachs noch eine Schlaufe, die man in den Wirbel hängt. Mit derselben Methode kann man auch Fetzen von weichfleischigen Fischen anködern.Toten Köderfischen und Kunstködern Leben einhauchen.
Geruchsreize:
Injektion von Fischölen mit einer Spritze mit großer Nadel vor dem Einfrieren in die Leibeshöhle. Als besonders effektiv haben sich Sardinenöl und Lebertran herausgestellt. Manche Öle (z.B. Makrelenöl) sind vor allem im Winter zu dickflüssig. In der kalten Jahreszeit bietet sich an, die Fischöle mit dünnflüssigem Pflanzenöl oder auch mit Milch zu mischen. Noch billiger ist das Öl aus Thunfischdosen.- Lachsöl- oder Dorschleberölkapseln aus der Gesundheitsabteilung des Supermarktes (in der Apotheke zu teuer!) kann man in die Leibeshöhle der Köderfische einführen (auch in einen Gummifisch). Im Sommer löst sich die Gelatinekapsel langsam auf und setzt das Fischöl im Wasser frei. Im Winter sollte man eine Kapsel einfach auf den Haken stecken. Gelatinekapseln zum Selbstbefüllen bekommt man in Karpfenanglerbedarf und in der Apotheke.- Von den Flavours haben sich besonders die handelsüblichen Produkte Smelt (Stint, riecht nach Gurke), Tuna (Thunfisch), Grayling (Äsche, riecht nach Thymian) und Eel (Aal) bewährt (z.B. der Firmen Hutchinson, E.T. Products etc.). Als Renner hat sich das Produkt Lamprey (Neunauge) von E.T. herausgestellt, vor allem wenn man es mit Fischblut, in Wasser eingeweichtem Blutmehl oder Hämoglobinprodukten der Karpfenangler versetzt. Auch die Karpfenflavours Monster Crab und Seafood waren erfolgreich, erstaunlicherweise werden in England auch viele Hechte auf mit Erdbeeraroma (Strawberry) versetzten Köderfischen gefangen.- Um Gummiköder zu aromatisieren mischt man in einem Schraubdeckelglas 2 Teile käufliches Fischaroma mit 1 Teil Speiseöl und legt die Gummiköder darin 3-10 Tage ein. Schneller geht es, wenn man die Kunstköder 15 Minuten lang zwischen Fischfilets legt. - Panieren: Köderfische (auch Gummifische) können auch mit Fischmehl oder anderen pulverförmigen fischigen Boiliezutaten (z.B. Fish Bait Booster von Pelzer, Top Secret Sperm-Amino) vor dem Auswerfen paniert werden. Auch Glitzerpulver kann man ausprobieren.- Man sticht in den Bauch des Gummifischs von hinten nach vorn ein Loch. In dieses stopft man mit einem dünnen Hölzchen Watte. Diese wird mit Lockstoffen beträufelt.- Tote Köderfische ritzt man auf jeder Seite mehrfach ein, so duften sie stärker.Bewegungsreize:- Um dem toten Köderfisch Leben einzuhauchen, kann man die Leibeshöhle mit Alka Selzer Tabletten füllen. Die entstehenden Gasbläschen lassen den Köderfisch verführerisch auf und ab taumeln. Hobbychemiker können sich auch selbst eine Mischung aus Natriumhydrogenkarbonat (Backpulver, Bullrichsalz) und irgendeinem "milden" Säurepulver (Zitronensäure, Ascorbinsäure, Weinsäure etc.) preiswert herstellen und damit experimentieren. Man kann diese Mischung auch mit Fischbrei mischen und in eine geschlossenes Futterkörbchen oder in den Mantel eines Tintenfischs füllen (Kalmar oder Sepia), den man unten mit einem Gummi verschließt und als Hecht- oder Welsköder benutzt.- Um einem Köderfisch Auftrieb zu verleihen, kann man ihn mit Forellenschwimmteig (Trout Bait) voll stopfen. Auch durch Einspritzen von Luft mit einer Injektionsspritze kann man dem Köderfisch Auftrieb verleihen.- Wichtiger als die Farbe ist die Frage, ob am Angelplatz überhaupt Hechte stehen. Diesbezüglich hilft Anfüttern (siehe Seite "Futterrezepte/ Hakenteige") Entscheidend ist auch die wechselnde Köderführung, schließlich soll ja ein kranker Fisch (also einer, der leicht zu fangen ist) nachgeahmt werden. Vor allem im trüben Wasser verlässt sich der Raubfisch viel stärker auf sein Seitenlinienorgan als auf seine Augen. Dann sind Radaumacher besser als jede noch so schöne Farbe.- Wenn man dem toten Köderfisch das Maul zubindet, trudelt er nicht mehr so stark.
Licht und Farbreize:
Welche Farbe bei welchem Wasser? Darüber streiten die Experten schon seit Jahrzehnten. Meist wird die Auffassung vertreten, dass Kunstköder mit hellen, silbrigen Farben bei trübem Wasser und dunkle, matte Kunstköder bei klarem Wasser und Sonnenschein besser fangen. Aber das kann man nicht so generell sagen: Haben die Raubfische z.B. mit silbernen Kunstködern schon schlechte Erfahrungen gemacht, werden sie diese meiden. Andererseits werden die Fische in einem Gewässer, das noch kaum mit Kunstfischen befischt wurde, auf ziemlich alles gehen, egal ob dunkel oder hell.- Zum Färben der Köderfische benutzt man buntes Krepp-Papier aus dem Bastelladen. Darin werden die Köderfische vor dem Einfrieren eingeschlagen, nach dem Auftauen haben sie die Farbe angenommen. Als erfolgreich haben sich rot, gelb und orange herausgestellt. Erfolgreich experimentiert wurde auch mit Red-Head Köderfischen, bei denen nur der Kopf rot gefärbt wurde. Man kann die Köderfische auch mit roter Lebensmittelfarbe einfärben.- Einen Versuch mit einem Knicklicht sollte man nicht unversucht lassen. Dieses wird entweder mit Tesafilm vor dem Kunstköder auf dem Stahlvorfach befestigt oder in eine Höhlung im Gummifisch geschoben.
Kombiköder:- Auch Kombiköder sind beim Hechtangeln erfolgreich. Angelt man z.B. in der Barbenregion eines Flusses auf Hecht, dann sollte man mal eine tote kleine Forelle auf Grund legen und die beiden Drillinge zusätzlich mit Tauwürmern bestücken. Diese bewegen sich attraktiv in der Strömung und täuschen dem Hecht einen mit Bachneunaugen befallenen Fisch vor.- Hechte werden auch immer wieder mit mehreren sehr kleinen toten Köderfischen (z.B. Sprotten, Sandaale, Rotaugen, 5-10 cm) verteilt auf einem normalen Sofort-Anschlag-System mit zwei Drillingen gefangen. Dieses Köderbündel ist natürlich oft eine Verlegenheitslösung, weil keine größeren Köderfische verfügbar waren, aber auch immer wieder, etwa beim Posenschleppen, erfolgreich. Montagen mit Bewegung:- Mit der Segelpose kann man bei windigem Wetter größere Flächen absuchen. Wenn man ab und zu leicht an der Schnur zupft, erhöht dies die Attraktivität des toten Köderfischs. Statt der Segelpose kann man auch einen aufgeblasenen Luftballon benutzen, die Schnur klemmt man dabei in eine Büroklammer. Beim Biss oder beim Anschlag rutscht die Schnur aus der Büroklammer und läuft nun frei.- In der Strömung kann man den toten Köderfisch wie folgt präsentieren:Unmittelbar hinter dem Wirbel (an dem das Vorfach mit dem Köderfisch hängt) montiert man einen Wirbel frei beweglich auf der Hauptschnur. In diesen hängt man einen Seitenzweig (dieser muss länger sein als das Vorfach) mit einem Birnenblei am Ende. Etwa 1-2 m höher auf der Hauptschnur montiert man eine Wasserkugel frei beweglich zwischen 2 Stopperbleien. Nach dem Auswerfen und Absinken gibt man etwas Schnur nach, so dass die Hauptschnur zwischen Wasserkugel und Birnenblei fast senkrecht verläuft. Dahinter trudelt der Köderfisch (am Maul eingehakt) verführerisch in der Strömung.- In stehenden Gewässern ist die Montage der oben dargestellten recht ähnlich (Abb. 2), der Seitenzweig muss jedoch mindestens doppelt so lang sein wie das Vorfach, die Wasserkugel wird ans obere Ende des Seitenzweigs montiert und die Schnur muss schräg verlaufen. Hier wird der Köder waagerecht präsentiert. Wenn man die Schnur gelegentlich von Hand etwas einholt und dann wieder loslässt, verleiht man dem Köderfisch Bewegung. Diese Montage ist auch sehr gut geeignet zum Fang großer Aale im Mittelwasser und nahe der Oberfläche.- Wenn man bei letztgenannter Montage die Wasserkugel weglässt und stattdessen das Vorfach mit dem Köderfisch an einem Dreiwegewirbel befestigt, kann man mit auftreibendem Köderfisch angeln. Dazu schraubt man eine Ringschraube in ein längliches Stück Balsaholz und schiebt dieses oder ein Stück Styropor von vorn in den Köderfisch. Ein Stück monofile Schnur verbindet die Ringschraube mit dem Vorfach.- Wenn man Köderfische mit der Nadel so aufzieht, dass der Haken vorn am Maul sitzt und die Schnur an der Schwanzwurzel austritt, nehmen die Köderfische beim Wurf oft eine unnatürlich gekrümmte Haltung an. Dies verhindert man, indem man ein Stück Schnur mehrmals um die Schwanzwurzel schlingt und verknotet.Die polnische HechtfalleEinen nicht zu kleinen Futterkorb mit Weißfischfutter und Maden füllen und an der unteren Öse eines Dreiwegewirbels mit einer etwa 50 cm langen, dünner Schnur befestigen. An der oberen Öse des Dreiwegewirbels klinkt man die Hauptschnur mit einem Wirbel ein. An die seitliche Öse des Dreiwegewirbels kommt das Stahlvorfach mit dem Köderfisch am Schnellanschlag-System: Dieses System besteht aus einem Einzelhaken, der im Maul fixiert wird und zwei Drillingen, die jeweils links und rechts in den Flanken des Köderfisches mit einem Haken befestigt werden. Eine Hechtpose auf der Hauptschnur hält die Montage straff. Wenn der Hecht nun versucht seinen Hunger zu stillen, verschwinden alle Fische bis auf einen - unseren Köderfisch - und dann nicht lange fackeln sondern gleich anschlagen, durch die drei Haken hängt der Hecht mit hoher Wahrscheinlichkeit.Etwas abgewandelt, mit einem großen Einzelhaken, auf den man etliche dicke Tauwürmer zieht, ist dieses System auch sehr gut zum Welsangeln geeignet. Der Köder sollte 20-30 cm über Grund hängen. Statt Maden packt man besser pürierte Weißfische oder Leber oder zerkeinerte Würmer, vermischt mit Paniermehl, in den Futterkorb.Hecht-WegweiserWenn der Hecht (oder Wels) den Köder genommen hat, und die Pose ist abgetaucht, kann man oft nur schwer erkennen, in welche Richtung der Räuber abzieht. Hier hilft dir der Hecht-Wegweiser: Schneide einen alten Flaschenkorken in 3 bis 4 Scheiben und bringe in der Mitte jeder Scheibe ein Loch von ca. 6 bis 10 mm an. Wenn du willst, kannst du die Korkringe noch anfärben. Fädle einen oder mehrere der Ringe über der Pose auf die Schnur. Wenn jetzt die Pose abtaucht, bleibt der Ring an der Oberfläche und zeigt dir an, in welche Richtung der Hecht abzieht.
Die 6er Pose
Statt einer Pose schiebt man 6 Korkkügelchen im Abstand von jeweils etwa 8 Zentimetern auf die Hauptschnur. Dann bleit man die Montage inklusive Köder mit feinen Spaltbleien so aus, dass 3 Korkkügelchen auf der Oberfläche schwimmen und der Rest untergetaucht ist. Durch kurzes, ruckartiges Anziehen bringt man den Köder in Bewegung, anschließend lässt man ihm wieder etwas Zeit zum Absinken. Diese Methode ist hervorragend geeignet für Forellen und Barsche. Jedes Korkkügelchen dient dabei als Bissanzeiger.- Statt die Spaltbleie unterhalb der Korkkügelchen zu befestigen kann man sie auch zwischen ihnen platzieren. In Verbindung mit einem Stück schwimmendem Fliegenvorfach eignet sich diese Montage zum Beangeln vorsichtiger Fische an der Oberfläche, z.B. mit Brotflocken oder Heuschrecken. Hierbei genügen bei geringer Wurfweite 4 Korkkügelchen.Der Köderfisch-LiftZunächst lotet man die Tiefe aus. Man montiert über der Laufpose eine Stopperperle so, dass der Köderfisch knapp über Grund schwebt. Dann montiert man eine zweite Stopperperle 1-2 Meter unterhalb der Laufpose und darunter noch ein Schrotblei. Man wirft aus und wartet, bis die obere Stopperperle auf die Laufpose auftrifft. Jetzt befindet sich der Köderfisch knapp über Grund. Dann nimmt man die Rutenspitze hoch bis die untere Stopperperle an der Laufpose anschlägt und hebt so den Köderfisch an. Man macht 2-3 schnelle Kurbelumdrehungen und legt die Rute wieder ab. Der Köderfisch sinkt jetzt wieder langsam nach unten bis die obere Stopperperle wieder auf der Laufpose aufliegt und zieht dabei die Pose näher an den Angelplatz heran. Mit dieser Methode kann man den Köderfisch bewegen und gleichzeitig eine größere Fläche absuchen. Besonders Barsche fahren auf diese Methode ab.
Der ausbruchsichere Köderfischeimer- Man schneidet von einer alten Damenstrumpfhose die Beine bis auf etwa 10 cm ab und spannt die Strumpfhose über den Eimer. Die Beinstummel hängen ins Wasser. Durch sie kann man die Fische in den Eimer setzen, diese können aber nicht aus dem Eimer springen.- Man legt eine Hand voll Grashalme auf die Wasseroberfläche. Dies bieten den Fischen Deckung.Senknetz richtig benutzen- Die Drahtbügel der Senke sollte man grün, braun oder schwarz anmalen, der Metallglanz verscheucht die Fische.- Einige Perlmutt-Kugeln oder -Knöpfe, aufs Netz genäht, ziehen Barsche an.- Man nimmt ein Stück Hartkäse, streicht damit in der Mitte über die Netzmaschen und bindet den Rest mit einer Schnur ins Netz. Das zieht massenhaft Kleinfische an.- Man kann auch eine kleine Portion leicht angefeuchtetes Futter auf die Oberfläche streuen, das erfüllt den gleichen Zweck. Auf keinen Fall sollte man trockenes Futter einstreuen, weil dieses sich sehr schnell an der Oberfläche verteilt und dadurch nicht mehr so viele Fische über der Senke stehen.- Man kann auch ein Futterkörbchen an die Senkendrähte hängen.- Damit das Netz schneller absinkt, bindet man ein Blei unter den Boden der Senke oder man klemmt einige schwere Klemmbleie in die Maschen. Auf keinen Fall sollte man einen Stein ins Netz legen, weil durch diesen die Fische beim Hochheben beschädigt werden könnten.- Nach dem Absenken des Netzes legt man den Senkstock am Besten in einem Rutenständer ab. Die Schnur sollte möglichst gestrafft sein.(Man dreht den Senkstock auf der Rutenablage mehrmals um seine Längsachse.) So liegt die Schnur still und vertreibt nicht die Fische.- Nach spätestens 5-10 Minuten hebt man die Senke aus dem Wasser.- Beim Anheben der Senke muss man an der Oberfläche die Geschwindigkeit reduzieren, sonst kann das Netz wie ein Katapult wirken und die Fische werden herausgeschleudert.Der FetzenhalterFischfetzen sind oft sehr weich und rutschen deshalb beim Wurf gern vom Hakenschenkel nach unten. Man kann dem vorbeugen, indem man im Wirbel noch einen zweiten, kleineren Haken einhängt. Man durchsticht den Fischfetzen mehrmals S-förmig, schiebt ihn hoch bis zur Hakenöse und hängt dann das obere Ende des Fetzens mit der Hautseite in den kleinen Haken. Der zusätzliche Haken hat sich sowohl im Süßwasser wie auch beim Angeln im Meer bewährt.
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