Gezieltes Angeln auf Zander in Kanal und Schleuse.
Tackleschlepper
Samstag, 20. Oktober 2007
Im Kanal vor allem die Bereiche stromab von den Schleusen (so nah an der Schleuse wie erlaubt) probieren. Auf die Dämmerung konzentrieren. Köderfarben können wichtig sein, vor allem wenn das Wasser nicht ganz trübe ist. - Vorher öfter mal schauen, an welchen stellen die alten Hasen sitzen. An Steinpackungen ,wo die Fischbrut sitzt. ( Es plascht im Wasser wenn der Zander jagt, und die Fischbrut aus dem Wasser springt um zu flüchten)
Im See sitzen sie am Grund. Am besten ein Boot ausleihen, Gummifisch oder Köderfisch an die Angel und den Grund abtasten.
Die Flüsse haben ausreichend Buhnen. Zwischen den Buhnenköpfen an der Strömungskante bilden sich Vertiefungen, wo die Zander meistens stehen.
Wenn man eine leichte Bebleiung bis 40 Gramm wählst, hat man die Chance, dass das Blei durch die Strömung wandert und in einer Senke liegen bleibt.
Ein Guter Tipp.
Im Strom eine 30er Hauptschnur benutzen. Daran ein Tiroler Hölzl montieren, dass man an ein Laufröhrchen montiert, so dass der Zander ungehindert Schnur abziehen kann. . Dahinter eine Gummiperle, dann der Wirbel. Als Vorfach ein 25er mit 4er Zanderhaken.
Als Köderfisch hat sich eigentlich die Laube am besten bewährt. Ritze die tote Laube an beiden Seiten etwas auf, dadurch wird der Zander durch den zusätzlichen Duft angezogen. damit der Köderfisch nicht zu tot am Grund liegt oder von Krabben gefressen wird, kann man das Waidloch etwas aufschneiden und mit Styropor füllen. Dadurch bekommt der Fisch Auftrieb und schwebt regelrecht. Jetzt zieht man das Vorfach mit der Ködernadel hinter dem Nacken des Fisches durch den Körper bis zum Schwanzende. So das die Hakenspitze hinter dem Nacken Richtung Schwanz zeigt.
Hat man den Fisch platziert, wird der Rollenbügel geöffnet. Damit die Schnur nicht unkontrolliert herab fällt, klemmt man sie ganz leicht unter ein Gummiband, dass man vor der Rolle um den Griff gespannt habe. Bei einem Biß kann der Zander jetzt Schnur ziehen.
Der Anschlag.
Der Anschlag ist auch hier Erfahrungssache. Im stehenden Gewässer beißt der Zander vorsichtiger. In der Strömung etwas heftiger. Das heisst: Man schlägt im Strom nur wenige Sekunden nach dem Biss an, da der Zander den Köderfisch sehr oft direkter und heftiger nimmt.
Im stehenden Gewässer wartet man , bis der Zander nach dem Abzug stoppt und beim zweiten Abziehen schlägt man an.
Beim Spinnangeln.
In Kanälen und Flüssen sind Steinpackungen , die man super abangeln kann. Egal mit Wobbler, Gummifisch, Spinner , dem Drachkowitsch System oder anderen. Voraussetzung ist die Dämmerung, und es ist ein bekannter Zandersitz an dem man angelt. Den Köder auswerfen und entlang der Steinpackungen ziehen. Immer mit einem Biss rechnen, denn der Zander ist ein vorsichtiger Raubfisch. Ist an der Stelle kein Biss erfolgt, einfach ein paar Meter weitergehen und es dort versuchen.
Beim Ansitzangeln.
Das Ansitzangeln ist dann gut, wenn man genau weiss, wo die Zander sind.
Sonst ist das Spinnfischen schon besser, da man damit mobiler ist und die Zander suchen kann.
Sehr beliebt ist oft ein Drachkovitch-System mit totem Köfi. Manchmal auch Gummifische.
Da es davon hunderte gibt ist es natürlich auch eine Sache des Ausprobierens.
Wenn man es lieber mit Ansitzangeln probieren möchte.
Fange einfach 20-30 Köderfisch bis ca. 12 cm.
1. Angel = Köfi auf Grund
2. Angel = Köfi an Pose (ca. 1m über Grund)
3. Angel = Drachkowitch System mit Köfi
Zerschneide nun 10-15 Köfis und füttere damit eine Stelle an. Wirf nun die 1. Angel links davon aus, die 2. rechts davon.
Die Stelle mit Rotaugenfutter anfüttern, damit sich kleine Fische an diese Stelle bewegen.
Nun spinnt man ab und zu mit der 3. Angel hindurch.
Das ganze sollte in der Dämmerung stattfinden.
Es kann durchaus passieren, das auch ein Aal oder Hecht deine Montagen nimmt. Stimme also deine Angelsachen darauf ab.
Warum beißen die Zander im Herbst/Winter besser.
Es sieht so aus, das die Futterfische zum einen weniger werden und auch nicht mehr so aktiv sind.
Der Zander bleibt aber aktiv und muss seinen Nahrungsbedarf decken.
Dadurch ist er auch nicht mehr so wählerisch. (Ist bei uns auch so, wenn wir Hunger haben)
Die Tageszeiten wechseln immer etwas. Morgens ist ebenso gut wie abends.
Es gibt Zanderfischer, die behaupten, das Sie abends schlechter fangen wie am Tage.
Das wird bei diesen Anglern auch stimmen.
Aber warum ist das denn so unterschiedlich?
Zum ersten gibt es nicht nur einen Platz, wo sich die Jungs aufhalten. Sie ziehen mit den Futterfischen, haben aber (wie ein Hecht auch) ihre Ruheplätze.
Der Angler der Tagsüber fängt hat unter Umständen einen Ruheplatz erwischt.
Aber manchmal liegt es auch an der Angelart. Wenn sich die Zander nur von auf den Grund aufschlagenden Fischen ernähren würden, dann hätten sie ja schon ein kleines Nahrungsproblem.
Sie jagen natürlich im Mittelwasser...dort wo Ihre Futterfische sind.
Und dann bleibt natürlich die Verallgemeinerung "die Zander".
Und Ausnahmen hat man immer wieder.
Ein weiterer Aspekt ist auch, sie Jagen eben nicht immer, sondern vertreiben manchmal auch Eindringlinge. Manche Zanderfänge sind auch auf das verjagen zurückzuführen
Kommentare