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Aalangeln, gewusst wie.

Der Lebenszyklus eines Aales beginnt als Larve in der Saragossa See, wenn die Jungtiere geschlüpft sind, wandern sie ins Meer und der Golfstrom treibt sie in den Antlantik. Die Männchen bleiben im Meer, die Weibchen wandern in die Süsswasserströme, weil sie das Süsswasser brauchen, um geschlechtsreif zu werden.Am Anfang dieser Wachstumsphase werden sie als Gelbaale bezeichnet. Nach etwa 5 bis 6 Jahren wandern sie wieder ins Meer ab und werden in dieser Phase als Blankaale bezeichnet, im Atlantik angekommen ziehen sie mit den Männchen zurück zum Saragossa Meer, um dort zu laichen. Der Kreislauf schließt sich.

So wissen wir Angler jetzt das in allen Gewässern in denen der Aal zu und abwandern kann, kaum ältere Fische als 6 Jahre vorkommen. Die Zeit in der dieser Fisch abwandert liegt in den Monaten September bis spätestens November. Also kommen nur ältere Fische als etwa 6 Jahre in Gewässern vor, in denen dieser Fisch nicht abwandern kann und genau dieses Wissen könne wir uns zu Nutzen machen in den wir uns ein Angelgewässer aussuchen das es mehrere Jahrzehnte gibt und in den nachweislich auch mit den Besatz von Aalen vor Jahrzehnten angefangen wurde.

Also stellen wir uns einmal vor, es handelt sich um einen schönen naturbelassenen Baggersee, bei dem genau das schon beschriebene zutrifft und wir bereiten uns vor um auf diesen wunderbaren Fisch zu angeln, so stellt sich die Frage: „wie stelle ich das am besten an?“

Wobei ich euch vorab sagen möchte, dass man beim Aalangeln nichts den Zufall überlassen muss.

Alles was wir brauchen sind 2 Ruten, die 3.6 Meter lang sind mit einem Wurfgewicht von ca. 20 bis 100 Gramm, dazu kommen 2 sehr solide Rollen, die gut 200 Meter, 30er Schnur fassen, eine Hauptschnur die etwa 0,35 mm im Durchmesser beträgt, Titan Haken, Karabiner Wirbel und Flexonit als Vorfach, es sollte mindestens 0,2 mm stark sein. Zwickbleie, Durchlaufbleie, Waggler, eine Angelzange, einen Großfisch Kescher, einen großen Eimer mit Deckel und frische Köderfische sowie eine Rutenauflage und elektronische Bissanzeiger.

Den Zeitpunkt in den wir zum Aalangeln gehen haben wir uns auch sorgfältig ausgewählt, er ist an eine schönen Spähtsommer Tag, an den wir Abend das Angeln anfangen und bis Früh am nächsten Tag bleiben.

An der einen Rute montieren wir an der Hauptschnur einen Karabiner Wirbel, mit einer Schlaufe befestigen wir ein etwa 50cm langes 27er Flexonit Stahlvorfach an diesen bringen wir mit einen Achter Knoten einen Titan Haken mit Öhr in der Größe 8 an. Auf der Hauptschnur läuft ein Safety Clip Rig mit einen Tellerblei das 30 Gramm wiegt, davor läuft eine kleine Perle damit sich dieses nicht auf den Wirbel ziehen kann, als Köder benutzen wir ein kleines etwa 10cm langes Rotauge, dieses wird einfach an der Schwanzwurzel eingehängt, wobei wir im Vorfeld, den Bauch bis über die Wirbelsäule weggeschnitten haben. So ist dieses Fischchen schön schlank und rank und bleibt auch sehr beweglich, außerdem riecht es schön frisch und nach Blut. Die andere Rute montieren wir mit einen Waggler, wobei wir die sogenannte Standup Methode verwenden, einfach ein Durchlaufblei montieren, dieses auf Grund senken und die Schnur etwas anziehen bis sich die Pose aufstellt, als Vorfach kommt hier auch ein Flexonit zum Einsatz und das Köderfischchen wird genau so wie bei der Grundmontage angeködert. Die Posenmontage bringen wir recht ufernahe aus, die Grundmontage weiter draussen, wobei es eigentlich in einen Baggersee keine Rolle spielt in welcher Entfernung man angelt. Jetzt warten wir auf den ersehnten Biss. Erfolgt dieser, geht die Post ab, denn er kommt fast zu 100% ohne jegliche Vorwarnung und recht heftig. Bevor man hier reagieren kann, hat dieser Fisch schon etliche Meter Schnur abgezogen, dann erfolgt der Anschlag, dieser sollte ziemlich kräftig gesetzt werden und es ist wichtig sofort den Fisch vom Grund weg zu heben um ihn ins Freiwasser zu bringen. Aale versuchen vehement sich an irgend welchen Dingen unter Wasser zu flüchten oder fest zu setzten, gibt man hier zu sehr nach und einen Kapitalen Aal gelingt dies, ist er meistens verloren. Große Aale sollten immer gekeschert werden und sie sollten nach dem Fang in einem Eimer verbracht werden, den man mit eine Deckel verschließen kann.

Ich wünsche euch allen viel Erfolg und Petri Heil.

Kommentare

Hechtzahn wrote 05-09-2011: Re

Also wenn bei euch ab Mai, kein Aal auf Tauwurm einsteigt und ab den Spätsommer keiner auf Köfi, würde ich fast meinen wollen, dass dann der Aalbestand bei euch nicht all zu gut bestellt ist.

Carpshexer wrote 31-08-2011: Aale nur wo?

echt toller Beitrag aber bei uns will und will keiner beissen....was kann man tun?

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